GESELLSCHAFT


Zu hoher Salzkonsum kann tödlich sein

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Baku, den 27. August (AZERTAG). Ohne Salz schmecken viele Gerichte einfach nur fad. Aber zu viel des Guten kann gefährlich sein. Einer neuen Studie zufolge könnte der Salzkonsum an jährlich 1,65 Millionen Toten schuld sein. Der komplette Verzicht ist jedoch auch keine Lösung. Hier sind die wichtigsten Fakten über Salz.

Der Griff zum allgegenwärtigen Salzstreuer gehört für viele zur Gewohnheit. Morgens aufs Frühstücksei, mittags in die Suppe und abends über die Kartoffeln gestreut, sorgt das „weiße Gold“ für die richtige Würze.

Doch zu viel des Guten kann gefährlich sein. Ein zu hoher Salzkonsum soll laut einer neuen Studie weltweit jedes Jahr 1,65 Millionen Menschen das Leben kosten. So viele starben den Forschern zufolge allein im Jahr 2010 an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung, weil sie zu viel Natrium konsumierten. Natrium ist ein Bestandteil von Natriumchlorid, also Kochsalz.

Die US-Wissenschaftler um Dariush Mozaffarian von der Harvard School of Public Health untersuchten Daten zur Natriumaufnahme aus 66 Ländern. Sie verglichen insgesamt 205 verschiedene Untersuchungen. Damit konnten sie – laut eigener Aussage – knapp drei Viertel der Weltbevölkerung erfassen. Die Ergebnisse ihrer statistischen Analyse veröffentlichten die Forscher jetzt im Fachmagazin „The New England Journal of Medicine“.

Zudem analysierten die US-Wissenschaftler 107 Studien, die sich mit den Auswirkungen von Natrium auf den Blutdruck befassen. Dabei prüften sie auch, inwiefern ein zu hoher Blutdruck die Wahrscheinlichkeit erhöht, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben.

Ein alarmierendes Ergebnis der Analyse: Fast jeder Mensch – laut Mozaffarian 99,2 Prozent - überschreitet die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlene Menge von höchstens zwei Gramm Natrium pro Tag, was in etwa 4,5 Gramm Kochsalz entspricht. Weltweit war die Zahl im Schnitt knapp doppelt so hoch, nämlich 3,95 Gramm Natrium pro Tag.

Aber auch das ist nur eine Durchschnittszahl. Regional gibt es laut der Analyse gravierende Unterschiede: Den höchsten Natriumkonsum fanden die Forscher in Zentralasien mit etwa 5,5 Gramm pro Tag. Spitzenreiter war Kasachstan mit 6,1 Gramm täglich. Die niedrigsten Werte fanden die Forscher in Kenia (1,5 Gramm), Ruanda (1,6) und Malawi (1,7 Gramm pro Tag).

Im Jahr 2010 ließen sich knapp 21000 Todesfälle auf einen zu hohen Natriumkonsum zurückführen. In mehr als der Hälfte der Fälle hatte ein zu hoher Salzkonsum zu Erkrankungen der Herz-Kranz-Gefäße geführt, schreiben die Forscher.

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