GESELLSCHAFT


Zweiter Krankheitsfall in den USA

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Baku, den 15. Mai (AZERTAG). In den USA wird ein weiterer Mann mit Symptomen einer Mers-Infektion behandelt. Er hatte sich in Saudi-Arabien angesteckt. Auf dem Rückflug war er mit Hunderten anderen Passagieren in Kontakt gekommen. Nun suchen die Behörden in 20 der 50 US-Staaten nach den Mitreisenden.

In den USA ist ein zweiter Mers-Fall aufgetaucht. Nach der ersten Meldung in Indiana sei das Virus nun bei einem Patienten in Florida nachgewiesen worden. Wie die Gesundheitsbehörde CDC (Centers for Disease Control and Prevention) in Atlanta mitteilte, hat der Mann im Gesundheitswesen in Saudi-Arabien gearbeitet. Ein Notfallkomitee der Weltgesundheitsorganisation (WHO) will am Dienstagabend die aktuelle Lage und Maßnahmen gegen die weitere Ausbreitung der Krankheit erörtern.

Der amerikanische Patient sei isoliert worden, ihm gehe es gut. Zunächst unwohl gefühlt habe sich der Mann auf dem Heimflug von Saudi-Arabien nach Florida. Nun suchen die Behörden in 20 der 50 US-Staaten nach Mitreisenden des Patienten. Er soll in vier Flugzeugen Kontakt mit Hunderten Passagieren gehabt haben.

Chip für Kamele - Während es in den USA bislang nur zwei Mers-Fälle gab - beide Patienten hatten sich im Ausland angesteckt - ist Saudi-Arabien weltweit das am stärksten von Mers betroffene Land. Seit 2012 steckten sich dort mehr als 400 Menschen mit dem Virus an. Besonders in den vergangenen Wochen sind die Erkrankungen dort sprunghaft angestiegen. Allein binnen 24 Stunden starben in dem Königreich nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Montagabend fünf infizierte Menschen.

Mers steht für Middle East Respiratory Syndrome. Der Erreger kann unter anderem zu Nierenversagen und Lungenentzündung führen. Mehr als 40 Prozent der Patienten sterben, es gibt keinen vorbeugenden Impfstoff.

Da auch Kamele mit dem Erreger infiziert sein können, empfehlen die saudi-arabischen Behörden Züchtern und Händlern beim Umgang mit den Tieren Handschuhe und Mundschutz zu tragen. Außerdem sollen alle Kamele in Saudi-Arabien nun einen Mikrochip bekommen, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. Darauf sollen Informationen über den Züchter und die Herkunft des Tieres gespeichert werden, berichtet die „Saudi Gazette“ am Dienstag auf ihrer Website.

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