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Formel 1 schickt Teil ihrer Belegschaft in Kurzarbeit

Baku, 9. April, AZERTAC

Mit McLaren, Williams und Racing Point haben bereits drei in Großbritannien ansässige Teams einen Teil ihrer Belegschaft in Kurzarbeit geschickt. Nun zieht auch die Formel 1 selbst nach. Rund die Hälfte der Mitarbeiter des Unternehmens wurden in Kurzarbeit geschickt. Dabei werden 80 Prozent des Einkommens, bei einer Obergrenze von 2.500 Pfund pro Monat, vom Staat gedeckt.

In der Hauptniederlassung in London und in Kent, wo die TV-Abteilung beheimatet ist, arbeiten zusammen mehr als 400 Mitarbeiter. Gleichzeitig verzichtet in der Krise auch die Führungsebene auf einen Teil ihres Gehalts. Für Chase Carey, Ross Brawn und Co. gibt es eine Gehaltskürzung um 20 Prozent. Es ist nicht genau bekannt, wie viel die Formel-1-Bosse verdienen.

Die "Daily Mail" berichtet jedoch, dass beispielsweise Carey "mehrere Millionen Pfund" pro Jahr verdienen soll. In der Öffentlichkeit könnten die Maßnahme, mehrere Mitarbeiter in Kurzarbeit zu schicken, nicht besonders gut ankommen. Durch die Inanspruchnahme des Regierungsprogramms ernteten jüngst bereits Fußballvereine in England einen Shitstorm.

Werden Rückzahlungen von mehreren 100 Mio. Euro fällig? - Denn eigentlich richtet sich das Programm der Regierung an kleinere Unternehmen - und nicht an Vereine aus dem Milliardengeschäft Fußball oder die Formel 1, die im Jahr 2019 noch Einnahmen in Höhe von 2,022 Milliarden US-Dollar generierte. Klar ist aber auch, dass die Einnahmen der Königsklasse in diesem Jahr deutlich geringer ausfallen werden.

Alleine pro abgesagtem Grand Prix werden der Formel 1 in diesem Jahr zwischen 30 und 50 Millionen Dollar Renngebühren fehlen. Weil diese bereits im Voraus gezahlt werden, könnten im schlimmsten Fall Rückzahlungen in Höhe von mehreren 100 Millionen Dollar fällig werden.

Auch bei den TV-Einnahmen und Sponsorengeldern wird man wohl Einschnitte hinnehmen müssen.

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