WELT


Mehrere Tote und Verletzte bei Kämpfen zwischen Häftlingen in einem mexikanischen Gefängnis

Baku, 26. Januar, AZERTAC

Mindestens acht Häftlinge sind bei Kämpfen in einem mexikanischen Gefängnis getötet und sieben weitere verletzt worden. Dazu kam es am Dienstagmorgen (Ortszeit) in zwei Schlafsälen einer Haftanstalt der westmexikanischen Stadt Colima, wie die Polizei des gleichnamigen Bundesstaates mitteilte.

Die Sicherheitskräfte erlangten demnach inzwischen die Kontrolle über das Gefängnis zurück. Sie hätten in den Schlafsälen eine Schuss- und mehrere Stichwaffen gefunden. Zu den Hintergründen der Kämpfe gab es keine Angaben.

In überfüllten lateinamerikanischen Gefängnissen, in denen oft gefährliche Bandenmitglieder einsitzen, kommt es immer wieder zu Unruhen und Aufständen. Für Schlagzeilen sorgte in Mexiko zuletzt auch der rätselhafte Fall eines toten Babys, das in einem Abfallcontainer in einer Haftanstalt im Bundesstaat Puebla entdeckt wurde.

Den Ermittlern zufolge war die Leiche des Jungen, der mit etwa drei Monaten an einer Infektion gestorben war, auf einem Friedhof im mehr als 100 Kilometer entfernten Mexiko-Stadt ausgegraben worden.

Die Hintergründe sind noch unklar. Medienberichten zufolge war zunächst spekuliert worden, dass bei einem vorgetäuschten Familienbesuch Drogen im Körper des Babys – das demnach am 5. Januar an einem Magenleiden gestorben war – in das Gefängnis eingeschmuggelt worden sein könnten. Die Staatsanwaltschaft betonte, die Leiche habe eine Narbe von einer Operation, alle Organe seien aber an ihrem Platz.

Die Eltern des Kindes seien identifiziert und befragt worden. Die Leiche war am 10. Januar entdeckt worden.

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