POLITIK


4. Beratung gewidmet zum 100-jährigen Jubiläum diplomatischer Dienststellen

Baku, 9. Juli, AZERTAC

Heute feiert die aserbaidschanische Diplomatie ihr 100-jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass fand die vierte Beratung gewidmet dem 100-jährigen Jubiläum diplomatischer Dienststellen des aserbaidschanischen Außenministeriums statt.

Hikmat Hajiyev, Abteilungsleiter für Außenpolitik in der Präsidialverwaltung verlas ein Glückwunschschreiben von Präsident Ilham Aliyev an die Teilnehmer. Außenminister Elmar Mammadyarov sprach eine jahrhundertealte Geschichte der aserbaidschanischen Diplomatie sowie die Schritte, die zur Förderung des neu gegründeten ersten demokratischen Staates im muslimischen Osten. Darüber hinaus sprach Minister Mammadyarov über eine zielgerichtete und aktive Außenpolitik, deren Grundstein vom Nationalleader Heydar Aliyev gegründet wurde. Er sagte, dass diese Politik von Präsident Ilham Aliyev auf der Grundlage unserer nationalen Interessen erfolgreich verfolgt wird.

Die Geschichte der aserbaidschanischen Diplomatie lässt sich bis ins Mittelalter zurückzuverfolgen. Auf Beschluss der ersten Aserbaidschanischen Demokratischen Republik (ADR) in der muslimischen Welt wurde am 9. Juli 1919 das Sekretariat des Außenministeriums der Volksrepublik Aserbaidschan gegründet. Das war einer der wichtigen Verdienste der ADR. Der 9. Juli wird per Dekret des aserbaidschanischen Präsidenten vom 24. August 2007 jedes Jahr als Tag des aserbaidschanischen diplomatischen Dienstes gefeiert, fügte er hinzu.

Der Minister sagte, dass seit der letzten Beratung Aserbaidschan seine Botschaften in Algerien und im Irak, Kolumbien, Chile, Uruguay und Peru diplomatische Vertretungen eröffnet haben. Neue Honorarkonsulate nahmen in Österreich, Sudan, Dschibuti, Paraguay, Italien und Malta ihre Tätigkeit auf. Costa Rica, Mexiko, Venezuela und Chile, Algerien, Portugal, Kroatien, Estland und Montenegro eröffneten in Aserbaidschan ihre diplomatische Dienststellen. In Aserbaidschan wurden die Honorarkonsulate von San Marino, Slowenien, Mazedonien und Äthiopien eröffnet. Die Republik Aserbaidschan nahm mit der Republik Tansania, der Republik Vanuatu, der Union der Bahamas, dem Staat Samoa, Palau, São Tomé und Príncipe auf.

Zurzeit sind in Baku diplomatische Vertretungen von 66 Ländern und 11 internationalen Organisationen tätig. Gleichzeitig gibt es 59 Botschaften Aserbaidschans im Ausland, 5 ständige Vertretungen bei internationalen Organisationen und 9 Generalkonsulate, so Minister Mammadyarov.

Als die aserbaidschanische Diplomatie ihre Tätigkeit aufnahm, waren im Jahr 1919 in Baku diplomatische Vertretungen von 16 ausländischen Staaten, darunter den USA, Großbritannien, Frankreich, Italien, Schweden, der Schweiz, Belgien, dem Iran, Polen und der Ukraine tätig.

Nach der Anerkennung der Unabhängigkeit der ADR auf der Pariser Friedenskonferenz am 11. Januar 1920 erarbeitete die aserbaidschanische Regierung einen Gesetzesentwurf zur Eröffnung diplomatischer Vertretungen Aserbaidschans im Westeuropa und den USA.

Am 30. Dezember 1922 wurde in Moskau ein Abkommen über die Gründung der UdSSR unterzeichnet. Damit wurde eine unabhängige Tätigkeit des diplomatischen Dienstes Aserbaidschans eingestellt.

Nach der Wiederherstellung der Unabhängigkeit am 18. Oktober 1991 wurde Aserbaidschan von den Weltstaaten und den Vereinten Nationen anerkannt.

Auf diese Art und Weise beginnt die aserbaidschanische Diplomatie nacheinander große Fortschritte zu erzielen. Aserbaidschan wird Mitglied verschiedener internationalen Organisationen und nimmt an verschiedenen Initiativen aktiv teil. Nach der Wahl Aserbaidschans zu einem nicht-ständigen Mitglied im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in den Jahren 2012-2013 wurde es mit 177 Stimmen für einen Zeitraum von 2017 bis 2019 zum Mitglied des Wirtschafts- und Sozialrats der Vereinten Nationen gewählt. Seit 2019 ist Aserbaidschan Vorsitzender der Bewegung der blockfreien Staaten. Das offizielle Baku arbeitet heute als Mitglied einer Reihe von einflussreichen Organisationen wie OSZE, Organisation für Islamische Zusammenarbeit, Kooperationsrat der türkischsprachigen Staaten, GUS, GUAM, Europarat und BSEC eng zusammen.

Aserbaidschan priorisiert in seiner Außenpolitik vor allem die Stärkung der Souveränität und Unabhängigkeit des Landes, die Beseitigung von schweren Folgen der militärischen Aggression Armeniens und die Wiederherstellung der territorialen Integrität des Landes innerhalb der international anerkannten Grenzen.

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