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Ägypter haben Tote schon etwa 1500 Jahre früher einbalsamiert als bisher angenommen

Baku, 18. August, AZERTAC

Die Ägypter haben Tote einer Studie zufolge schon etwa 1500 Jahre früher einbalsamiert als bisher angenommen.

Ein Team aus Wissenschaftlern hatte für die Studie unter Leitung der Universitäten York (Großbritannien) und Macquarie (Australien) Tests an einer gut erhaltenen, prähistorischen Mumie aus dem Ägyptischen Museum im italienischen Turin vorgenommen. Ursprünglich war angenommen worden, dass der auf 3700 bis 3500 v. Chr. datierte Leichnam auf natürliche Weise konserviert wurde - er war unter heißem, trockenen Sand begraben gewesen. Doch dank einer Kombination aus verschiedenen und interdisziplinären Analysearten “konnten wir bestätigen, dass diese rituelle Mumifizierung eines Mannes im Alter von 20 und 30 Jahren um 3600 v. Chr. stattgefunden hat“, sagte die Ägyptologin Jana Jones von der Universität Macquarie.

Die Wissenschaftler fanden ferner heraus, dass die Mumie und ihre Kleidung mit einem Mix aus Pflanzenöl, erwärmten Nadelbaumharz, einem Extrakt aus aromatischen Pflanzen und pflanzlichem Zucker einbalsamiert worden sei. Das damals angewendete “Rezept“ habe antibakterielle Stoffe in einer ähnlichen Proportion enthalten, wie sie dann etwa 2500 Jahre später zur Hochzeit der Mumifizierungen im alten Ägypten verwendet wurden, heißt es in der Studie.

Bei ihren Forschungen stießen die Wissenschaftler zudem erstmals auf Hinweise, dass das Einbalsamieren nicht auf eine bestimmte Region in Ägypten beschränkt war: Die Mumie aus dem Museum in Turin stammt aus dem südlichen Teil des Landes. “Unsere Erkenntnisse stellen die sprichwörtliche Verkörperung der Vorläufer der klassischen Mumifizierung dar (...)“, sagte Stephen Buckley, ein auf Archäologie spezialisierter Chemiker und Mumienexperte von der Universität York.

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