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Am 14. April findet in Schanghai 1.000. Formel-1-Rennen statt

Baku, 25. Januar, AZERTAC

Die Formel 1 gastiert seit 2004 in China. Geht es nach Liberty Media, dann soll Schanghai aber langfristig nicht das einzige Rennen im einwohnerstärksten Land der Welt bleiben, das nach wie vor einen Wirtschaftsboom erlebt.

"Wir würden dort liebend gerne ein zweites Rennen austragen", sagt Murray Barnett, der für Sponsoring und Geschäftspartnerschaften der Formel 1 zuständig ist, gegenüber der chinesischen Nachrichtenagentur "Xinhua".

Ein zweiter Grand Prix in China sei "wahrscheinlich kurzfristig nicht möglich, wenn man bedenkt, wie voll der Kalender bereits ist", spielt er auf die 21 Rennen an, die 2019 ausgetragen werden. 2020 könnte der Kalender durch Vietnam sogar auf rekordverdächtige 22 Rennen anwachsen. "Wir würden aber gerne einen Weg finden, um in China einen weiteren Grand Prix auszutragen", stellt Barnett klar.

Dieses Jahr feiert die Formel 1 in China ein Jubiläum: Am 14. April wird in Schanghai das 1.000. Formel-1-Rennen stattfinden. Der Grand-Prix-Sport ist in China längst etabliert: Nach anfänglichen Schwierigkeiten besuchen jedes rund 140.000 Zuschauer das Rennwochenende, zudem zeigen sich die Fahrer von den chinesischen Fans begeistert.

Formel 1 hat in China Blut geleckt -Weltmeister Lewis Hamilton ließ sich in China zuletzt sogar ein Tattoo stechen, das er als Würdigung der chinesischen Fans verstanden haben will: "Sie sind so leidenschaftlich, folgen uns überall hin, machen Geschenke. Sie sind wirklich großzügig."

Die Formel 1 will nun noch mehr Begeisterung in der Volksrepublik China entfachen. "Wir schauen uns gerade an, wie wir auf lokaler Ebene noch mehr Interesse generieren können", erklärt Barnett. "Es reicht nicht, wenn wir nur drei Tage lang im Rahmen des Grand Prix dort sind. Wir müssen das ganze Jahr lang präsent sein - und sollten auf lokaler Ebene viel mehr Bedeutung haben, um dort wirklich eine große Fanbasis aufzubauen."

Fehler wie in Südkorea oder in Indien, wo sich die Formel 1 nicht durchsetzen konnte, wolle man in Zukunft nicht mehr machen. "Wir haben daraus gelernt", sagt Barnett und spielt darauf an, dass man keinen langen Atem hatte. "Beide Rennen hatten kurzfristige Verträge. Wir glauben aber an langfristige Investitionen."

Warten auf den ersten chinesischen Formel-1-Piloten - Um die Formel 1 wirklich in China zu verwurzeln, würde auch ein heimischer Fahrer helfen. Während der ehemalige Meister der deutschen Formel 3, Ho-Pin Tung, vor rund zehn Jahren ein möglicher Kandidat war, aber inzwischen im Langstreckensport gelandet ist, hat sich auch Ma Qing Hua nicht durchgesetzt. Der Chinese kam über fünf Freie Trainings für Teams wie HRT oder Caterham nicht hinaus.

Derzeit gilt Guan Yu Zhou als heißester Anwärter: Der 19-Jährige war immerhin Teil des Ferrari-Nachwuchskaders und wird seit 2019 von Renault unterstützt. Er wird sich dieses Jahr als Rookie in der Formel 2 unter anderem gegen Mick Schumacher beweisen müssen. 7

"Wir würden ihn sehr gerne in der Formel 1 sehen", stellt Sponsoringleiter Barnett klar. "Am Ende entscheiden das aber die Teams, aber selbst ihnen wird inzwischen bewusst, welch fantastische Gelegenheit China darstellt. Man weiß nie: Vielleicht sehen wir ihn bald in der Formel 1."

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