POLITIK


Amnesty International bestätigt, dass Armenien in Barda verbotene Streubomben eingesetzt hat

Baku, 29. Oktober, AZERTAC

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat bestätigt, dass die armenischen Streitkräfte verbotene Smertsch-Raketen auf die aserbaidschanische Stadt Barda abgefeuert haben.

Wie es aus einem Bericht der Menschenrechtsorganisation hervorgeht, wurden Raketen gestern um 13:30 Uhr Ortszeit auf ein Wohngebiet in der Nähe des Krankenhauses abgefeuert.

Beim Angriff kamen mindestens 21 Menschen ums Leben und mehr als 70 weitere Menschen wurden verletzt, teilte die aserbaidschanische Generalstaatsanwaltschaft mit.

Mitglieder des Krisenreaktionsteams von Amnesty International haben anhand von Bildern identifiziert, dass die Überreste von Raketen, die von armenischen Streitkräften auf die Stadt Barda abgefeuert worden waren, 9N235 Munitionsteile von in Russland hergestellten 9M55 Smertsch-Raketen seien.

Der Einsatz von Streubomben ist nach dem humanitären Völkerrecht unter allen Umständen verboten. Ihr Einsatz bei Angriffen auf zivile Gebiete ist besonders gefährlich und wird nur zu weiteren Toten und Verletzten führen. Angriffe mit Streubomben auf Wohngebiete sind absolut entsetzlich und inakzeptabel.

Streubomben sind Waffen, die willkürlich Zerstörung verursachen und der Zivilbevölkerung noch Jahre nach ihrem Einsatz Leid zufügen. International sind Streubomben verboten.

Streumunition verstreut Hunderte von kleinen Bomben, die man als Submunition oder "Bomblets" bezeichnet, über ein weites Gebiet.

Es wird geschätzt, dass zwischen 5 und 20 Prozent der Submunition nicht explodiert. Sie stellen damit eine ähnliche Bedrohung für die Zivilbevölkerung dar wie sogenannte Antipersonen-Minen.

Der Einsatz dieser Bomben verstößt gegen das Verbot des wahllosen Angriffs, da die zahlreichen freigesetzten Bomblets ein weites Gebiet abdecken und eine Gefahr für alle darstellen, die mit der nicht explodierten Munition in Berührung kommen.

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