POLITIK


Aserbaidschanische Gemeinde von Berg-Karabach gibt Erklärung zum 28. Jahrestag des Völkermords von Chodschali ab

Baku, 24. Februar, AZERTAC

Die aserbaidschanische Gemeinde der Region Bergkarabach der Republik Aserbaidschan hat am Vorabend des 28. Jahrestags des Völkermords von Chodschali eine Erklärung abgegeben. Das erklärte der öffentliche Verein der aserbaidschanischen Gemeinde der Region Bergkarabach der Republik Aserbaidschan gegenüber AZERTAC.

In der Erklärung heißt es, dass die armenischen Nationalisten im zwanzigsten Jahrhundert gegen Aserbaidschaner viermal - in den Jahren 1905-1906, 1918-1920, 1948-1953 und 1988-1993 Völkermorde verübt, Terroranschläge, blutige Verbrechen begangen und eine ethnische Säuberungspolitik verfolgt hatten, um ihre Idee “ausgedachtes großes Armenien“ umzusetzen.

Im Zuge dieser Okkupationspolitik Armeniens gegen Aserbaidschan wurden die aserbaidschanischen Rayons Latschin, Kalbajar, Aghdam, Fuzuli, Jabrayil, Gubadli und Zangilan besetzt, die außerhalb der Region Bergkarabach liegen. Darüber hinaus wurden mehr als 30 Siedlungen im gebirgigen Teil Karabachs, einschließlich Tugh, Imaret-Garvand, Sirkhavend, Mesheli, Jamilli, Umudlu, Garadaghly, Karkijahan und weitere strategisch wichtige Dörfer durch Armenier in Brand gesteckt, zerstört und geplündert. Dabei wurden mehr als 20.000 Aserbaidschaner getötet, ca. 50 000 Menschen behindert.

Der Völkermord von Chodschali wurde am Ende des 20. Jahrhunderts vor den Augen der ganzen Welt verübt und ist eines der brutalsten Verbrechen dieser aggressiven Politik.

In der Nacht vom 25. zum 26. Februar 1992 begann es mit armenischen Angriffen rund um die Stadt aus vier Richtungen mit Eröffnung schwerer und andauernder Feuer der Artillerie und Raketen. Als Folge wurde Chodschali mit direkter Teilnahme von Einheiten und Militärs des zu jener Zeit in Khankendi der Region Berg-Karabach der Republik Aserbaidschan stationierten alt-sowjetischen 366. Motorschützenregiments besetzt. Beim Sturm auf Chodschali wurden Kinder, Frauen, Ältere, Kranke mit unglaublicher Brutalität und Erbarmungslosigkeit getötet. Bei diesem Kriegsverbrechen wurden insgesamt 613 Personen mit besonderer Grausamkeit und Folter getötet, darunter: 106 –Frauen, 83 -Kinder, 70 –Ältere, 100 weitere Einwohner verletzt und 1275 Zivilisten gefangen genommen. Von 150 dieser Gefangenen fehlt bis heute jede Spur.

Durch diese Tragödie sind 487 friedliche Bewohner dieser Stadt verschiedenen Grades behindert: darunter 76 minderjährige Kinder.

In den letzten Jahren haben die Bemühungen zur Anerkennung des Massakers auf internationaler Ebene zu noch ernsteren Ergebnissen geführt.

Mehr als 20 US-Bundesstaaten und nationale Legislativen von mehr als 15 Ländern sowie die Organisation für Islamische Zusammenarbeit haben zahlreiche Beschlüsse über die scharfe Verurteilung des Massakers an Zivilisten in Chodschali und die Anerkennung der Chodschali-Tragödie als ein Genozidakt und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit gefasst.

Armenische Truppen halten noch immer 20 Prozent der Gebiete Aserbaidschans besetzt. Infolge dieser Okkupation wurden rund 900 aserbaidschanische Siedlungen, 22 Museen und 4 Kunstgalerien und 9 historische Paläste und 40 Tausend historische Museen, 44 Tempel und 9 Moscheen völlig zerstört, ausgeplündert und niedergebrannt. Darüber hinaus wurden etwa 4,6 Millionen Bücher in den 927 Bibliotheken vernichtet.

Die militärische Aggression Armeniens gegen unser Land verstößt gegen alle Normen und Grundsätze des Völkerrechts. So hat die Republik Armenien alle internationalen Rechtsdokumente, insbesondere die Artikel I und II der Charta der Vereinten Nationen sowie die Schlussakte der KSZE / OSZE von Helsinki vom 1. August 1975 grob verletzt.

In der Weltgeschichte steht die Chodschaliner Tragödie in einer Reihe mit den schrecklichen Tragödien Chatyn, Hiroshima, Nagasaki, Ruanda, Srebrenica und Holocaust, die in der Geschichte nicht vergessen werden. Die obenerwähnten Ereignisse gingen in die Geschichte der Kriege als Völkermorde an den Zivilisten ein und fanden eine große Resonanz in der Welt.

Die internationale Gemeinschaft verurteilte nachdrücklich die Anwendung militärischer Gewalt Armeniens gegen Aserbaidschan sowie die schweren Folgen der Okkupation der aserbaidschanischen Gebiete. Im Jahre 1993 verabschiedete der Weltsicherheitsrat vier Resolutionen Nr. 822, 853, 874 und 884 über die Wiederstellung der territorialen Integrität der Republik Aserbaidschan, die Rückgabe der besetzten Gelände, den Rückzug armenischer Truppen und die Möglichkeit der Rückkehr der aserbaidschanischen Binnenvertriebene nach Berg-Karabach und in die weiteren umliegenden besetzten Gebiete.

Am 28. Jahrestag des Völkermords von Chodschali rufen wir- mehr als 80.000 Aserbaidschaner der Region Berg-Karabach der Republik Aserbaidschan die internationale Gemeinschaft dazu auf, diese Verbrechen, die von Armenien gegen die Menschlichkeit, Kinder, Frauen und ältere Menschen, friedliche aserbaidschanische Bevölkerung verübt wurden, als einen Genozidakt anzuerkennen.“

Eine gerechte Beilegung des Konfliktes ist nur nach dem Abzug der armenischen Streitkräfte aus den besetzten Gebieten gemäß den entsprechenden Resolutionen des UN-Sicherheitsrates und der Rückkehr von aserbaidschanischen Binnenvertriebenen aus der Region Berg-Karabach und weiteren sieben umliegenden Bezirken in ihre Heimatländer möglich“.

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