KULTUR


Aserbaidschanische Presse jährt sich heute zum 145. Male

Baku, 22. Juli, AZERTAC

Medien haben einen hohen Stellenwert und eine lange Tradition in Aserbaidschan. Die frühnationale Presse ist im 19. Jahrhundert entstanden. Die erste nationale Zeitung des Landes war "Äkintschi" (Der Pflüger“). Sie erschien erstmalig am 22. Juli 1875. Der Herausgeber und Redakteur war Häsän bäy Zärdabi, der als Lehrer und zum Mitbegründer der nationalen Aufklärungsbewegung wurde und bis heute als Pionier der nationalen Presse hohes Ansehen genießt. Am Tag der Erstausgabe von Äkintschi feiert Aserbaidschan alljährlich den Tag der Nationalen Presse.

Äkintschi erschien von 1875 bis 1877 zweiwöchentlich in Baku. Wichtige Aufklärer wie Mirzä Fätäli Achundov, Seyid Äzim Schirvani, Nädchäf bäy Väsirov, Äsgär Gorani schrieben allgemeinverständlich über Wissenschaft, Aufklärung, Kultur, realistische Literatur und Kunst. Sie wiesen auf die Notwendigkeit eines neuen Schulsystems hin, forderten Freiheit und Bildung für Frauen und kritisierten Aberglauben und Rückständigkeit.

Von 1875 bis 1877 erschienen insgesamt 56 Ausgaben von "Äkintschi". Später setzten die Zeitungen und Zeitschriften wie "Ziya", "Keschkul", "Schärg-rus", "Irschad", "Molla Näsräddin" die Traditionen von "Äkintschi" fort. Über Kaukasien hinaus war Molla Näsräddin eines der wichtigsten Magazine der muslimischen Aufklärung. Die Satirezeitschrift erschien zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

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