WELT


Bei Fluchtversuch über das Mittelmeer mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen

Baku, 25. April, AZERTAC

Vor der Küste von Tunesien sind vier Boote mit Menschen auf der Flucht gekentert, dabei kamen mindestens 17 Menschen ums Leben. Die Leichname seien von Rettungskräften aus dem Meer geholt worden, teilte ein Gerichtssprecher in der tunesischen Hafenstadt Sfax mit. Unter den Todesopfern sei “mindestens ein Baby“.

Der Sprecher äußerte die Befürchtung, dass die Totenzahl noch deutlich steigen könnte. Laut Schilderungen von Überlebenden hätten sich in jedem Boot zwischen 30 und 32 Menschen befunden. Die behelfsmäßig für die gefährliche Überfahrt über das Mittelmeer hergerichteten Boote waren nach Angaben des Gerichtssprechers in einem “schlechten Zustand“.

Die Mehrzahl der Menschen, die in der Nacht zum Samstag in den vier Booten aufgebrochen seien, stammten aus afrikanischen Staaten südlich der Sahara, sagte der Sprecher.

Auch vor der Küste des Libanon kamen am Wochenende mindestens sechs Geflüchtete ums Leben. Das Boot war am Samstag nahe der nordlibanesischen Küstenstadt Tripoli gekentert. An Bord befanden sich nach Angaben von Verkehrsminister Ali Hamie etwa 60 Menschen. 45 von ihnen seien gerettet worden, sagte Hamie am Samstagabend im Radio.

SOS Méditerranée: 70 Menschen gerettet - Die private Hilfsorganisation SOS Méditerranée hat vor der Küste Libyens 70 Menschen aus Seenot gerettet. Diese hätten sich auf dem Mittelmeer in einem Schlauchboot befunden, das Luft verlor, teilte die Organisation am Sonntag auf Twitter mit. Unter den Geretteten seien 17 unbegleitete Minderjährige.

Neben der “Ocean Viking“ sind derzeit auch die deutsche “Sea-Eye 4“ sowie die “Geo Barents“ von Ärzte ohne Grenzen auf einer Mission im Mittelmeer. Die »Geo Barents« meldete am Samstag, rund 100 Menschen aus Seenot gerettet zu haben.

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