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Chase Carey plant Kalender für "normale" Formel-1-Saison

Baku, 13. August, AZERTAC

Während der Rennkalender für die Formel-1-Saison noch nicht finalisiert ist und eine letzte Reihe von Rennen noch bestätigt werden muss, nimmt der Zeitplan für das kommende Jahr langsam Formen an. Normalerweise gäbe es inzwischen einen provisorischen Kalender für 2021, doch die Formel 1 hält sich damit zurück.

"Wir haben 2021 nicht angekündigt, nur weil der Fokus auf 2020 liegt", erklärt Geschäftsführer Chase Carey, verrät aber: "Wir stehen kurz vor Fertigstellung des Jahres 2021. Wir müssen noch ein paar Verträge abschließen, bei denen wir uns über die Geschäftsbedingungen einig sind, und wir müssen sie zu Papier bringen."

Dabei handle es sich um normale Vorgänge, "die lange vor dem Virus begonnen hätten", so Carey, "und es hat sicherlich keine negativen Auswirkungen gehabt." Die Gespräche und das Interesse seien nicht negativ beeinflusst worden, "wenn man unseren Kalender für 2021 betrachtet". Dieser werde eine vertraute Form haben.

Carey: Bis März kann noch viel passieren

"Wir planen eine Saison 2021, die ziemlich genau so aussieht, wie wir sie zu Beginn dieses Jahres erwartet hätten", sagt der Formel-1-Chef. Allerdings könnte COVID-19 natürlich weiterhin eine Rolle spielen. Niemand wisse zum jetzigen Zeitpunkt, wie das Virus und dessen Verbreitung künftig aussehen werden.

"Ich denke, man muss sich klarmachen, dass wir etwa fünf Monate mit dem Virus beschäftigt sind und unsere Saison im März noch sieben Monate entfernt wäre. Es ist also noch eine lange Zeit, und die Gespräche über Impfstoffe, Behandlungen, Tests und dergleichen werden sich natürlich weiter entwickeln", glaubt Carey.

Man plane in jedem Fall mit 22 Rennen in 22 Ländern, wobei der Kalender etwas später beginnen könnte als üblich, um dem für 2020 erwarteten Ende Mitte Dezember Rechnung zu tragen: "Wir könnten es so einrichten, dass vorne etwas mehr Platz vorhanden ist, sodass der Kalender in der zweiten Hälfte etwas voller ist."

Wie planen andere Sportarten ihre Saison?

Voll sollen auch wieder die Tribünen an der Strecke werden. "Zum jetzigen Zeitpunkt planen wir Rennen, die Fans haben werden", sagt Carey, obgleich auch hier eine gewisse Unsicherheit herrscht. Man stehe aber mit den Veranstaltern in engem Kontakt und verfolge andere Sportarten genau, um deren Fortschritte zu sehen.

"Was wird die NBA, die NHL tun, wenn sie die nächste Saison in Gang bringen? Was werden die Fussball-Ligen in Europa tun, wenn ihre Spielzeiten in Gang kommen? Ich denke also, wir haben den Vorteil, dass viele Dinge vor uns liegen und als globale Vorlagen dienen werden", blickt der Formel-1-Chef zuversichtlich voraus.

Was die Planung für 2022 und neue Veranstaltungen betrifft, hat Carey keine Eile, betont aber: "Es gibt immer noch Parteien, mit denen wir gesprochen haben, und deren Interesse unverändert ist." Es handle sich jedoch um Rennen, die noch zwei, drei Jahre entfernt sind. Die Gespräche befänden sich also in einem frühen Stadium.

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