GESELLSCHAFT


Chefnephrologe: In letzten fünf Jahren in Aserbaidschan etwa 500 Nierentransplantationen durchgeführt

Baku, 7. Februar, AZERTAC

Vor fünf Jahren wurden in Aserbaidschan 89 Nieren verpflanzt. In den letzten fünf Jahren sind etwa 500 Nierentransplantation durchgeführt.

Dies erklärte der Chefnephrologe des Gesundheitsministeriums Fariz Babayev.

Nach dem Transplantationsgesetz in Aserbaidschan soll ein Nierenpatient eine Niere von einem Familienmitgliedern erhalten.

Eine Nierentransplantation ist ein aufregendes Ereignis für den Empfänger (auch für den Lebend-Spender im Falle einer Lebendspende).

Meist bleiben die nicht mehr funktionierenden Nieren im Körper des Patienten. Die neue Niere wird in die Beckengrube gelegt und mit den Blutgefäßen des Beckens verbunden. Nach der Operation muss der Patient sein Leben lang Medikamente einnehmen, die das Immunsystem unterdrücken. Der Körper erkennt nämlich das neue Organ als “fremd" und wendet sich mit seinem Immunsystem dagegen. Diese so genannten Immunsuppressiva verhindern eine Abstoßung der neuen Niere. Sind Organspender und -empfänger dagegen eineiige Zwillinge, muss der Empfänger keine Medikamente einnehmen, da in diesem Fall das Spenderorgan keine Abstoßungsreaktion des Körpers auslöst, sagte Chefnephrologe.

Nach dem Eingriff muss der Patient regelmäßig zu seinem Nephrologen, um die Funktion der neuen Niere überprüfen zu lassen. Dies ist wichtig, damit der Arzt mögliche Abstoßungen und Infektionen, sowie weitere sekundäre Probleme frühzeitig erkennt. Bei der Transplantationsnachsorge lässt der Arzt Blutwerte wie Kreatinin bestimmen, misst den Blutdruck und untersucht die Niere per Ultraschall. Die transplantierten Nieren überleben oft 10-20 Jahre. Nach 5 Jahren sind noch etwa 70% der Nieren, die von einem hirntoten Spender stammen, und über 80% der Nieren von einem lebenden Spender funktionsfähig. Menschen mit einer transplantierten Niere leben in der Regel länger als Dialyse-Patienten. Die häufigsten Todesursachen nach einer Nierentransplantation sind Komplikationen im Herz-Kreislauf-System, Infektionen oder bösartige Tumoren, meinen Experten für Medizin.

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