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Einheimische im brasilianischen Dschungel einen acht Meter langen Buckelwal gefunden

Baku, 1. März, AZERTAC

Im brasilianischen Dschungel haben Einheimische am Freitag einen acht Meter langen Buckelwal gefunden. Der Meeressäuger liegt 15 Meter von der Küste entfernt auf der Flussinsel Marajó im Mündungsbereich des Amazonas. Nachdem Videos von dem Fund im Internet veröffentlicht worden waren, schickte die NGO Bicho D'água Biologen zur Fundstelle im Busch.

"Wir vermuten, dass hohes Wasser während der Flut den gestrandeten Wal in den Mangrovenwald getragen hat", erklärte Renata Emin, Präsidentin von Bicho D'água der brasilianischen Nachrichtenseite "G1". "Die Frage ist, was ein Buckelwal im Februar vor der Nordküste Brasiliens macht. Das ist ungewöhnlich."

Buckelwale der südlichen Hemisphäre verbringen den dortigen Sommer üblicherweise auf Futtersuche in antarktischen Gewässern. Erst wenn auf der Südhalbkugel Winter herrscht, schwimmen sie zur Paarung wieder Richtung Norden - unter anderem in den Atlantik vor die Küste Brasiliens. Für Februar befand sich der nun entdeckte Buckelwal also gut 6000 Kilometer zu weit nördlich.

Ausgewachsene Buckelwale werden bis zu 15 Meter groß. Bekannt sind sie vor allem für ihren Gesang. Früher wurden Buckelwale intensiv gejagt, bis die Population auf wenige Tausend Tiere geschrumpft war. Seit 1966 stehen die Wale weltweit unter Artenschutz. Die Weltnaturschutzunion geht davon aus, dass heute wieder mehr als 60.000 Buckelwale auf der Erde leben - die meisten von ihnen auf der Südhalbkugel.

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