KULTUR


Eldar Guliyev: Muslim liebte Aserbaidschan und war ein großer Patriot

Baku, 18. August, AZERTAC

Das Andenken des weltberühmten aserbaidschanischen Sängers, Volkskünstlers von Aserbaidschan und der UdSSR Muslim Magomaev ist in der Ehrenallee in Baku geehrt worden, teilt AZERTAC mit.

Die Staats- und Regierungsbeamte, berühmte Persönlichkeiten der Kunst, Kultur und Öffentlichkeit legten an seinem Grabmal einen Blumenkranz und frische Blumen nieder.

Bei der Gedenkveranstaltung erzählten der Volkskünstler Eldar Guliyev, die Ehefrau des Sängers, Volkskünstlerin der UdSSR Tamara Sinjawskaja, der Botschafter der Russischen Föderation in Aserbaidschan Mikhail Bocharnikov und andere Redner von einem interessanten Lebenslauf des weltberühmten Sängers, seinem Talent und reichen Schaffen. Es gibt keinen solchen zweiten Sänger wie Muslim auf der Welt und wird es nicht geben, sagte Eldar Guliyev in seiner Rede. Ich bin stolz darauf, dass ich und Muslim gute Freunde waren. Muslim liebte Aserbaidschan und war ein großer Patriot, so Eldar Guliyev.

Anschließend ehrte man hier das Andenken von Nationalleader des aserbaidschanischen Volkes Heydar Aliyev sowie der hervorragenden aserbaidschanischen Ophthalmologin, Akademikerin Zarifa Aliyeva und legte an ihren Gräbern frische Blumen nieder.

Muslim Magomaev wurde im Jahre 1942 in Baku geboren, war ein sowjetisch-aserbaidschanischer Bariton. Er hatte sowohl als Opern- wie auch als Popsänger großen Erfolg. Zudem war er langjähriger Orchesterintendant.

Bis 1968 studierte Magomaev Klavier, Komposition und Gesang am Musikkonservatorium Baku. Der Finalist des Festivals der aserbaidschanischen Kultur 1962 im Moskauer Kreml galt als großes Talent und bekam 1963 ein festes Engagement am Opern- und Ballettheater der Aserbaidschanischen Staatsakademie in Baku. Parallel zu seinem Studium war er 1964 und 1965 als Solist in verschiedenen Konzertsälen und Opernhäusern im In– und Ausland tätig. So gastierte er u.a. an der Mailänder Scala und erlangte insbesondere als Rossinis Figaro und Puccinis Scarpia große Anerkennung beim Publikum.

Magomaev hatte bald großen Erfolg. Er gab zeitweise mehrere Konzerte am Tag in großen Sälen, und seine Schallplatten verkauften sich millionenfach. Nach einigen erfolgreichen Konzertreisen, u. a. sang er 1966 und 1969 im Pariser Olympia. Seit Ende der 1960er Jahre, insbesondere in den 1970er bis 1980er Jahren, war er in der gesamten Sowjetunion v. a. als Sänger populärer Musik sehr angesehen. Auch in der ehemaligen DDR und anderen Ländern des ehemaligen Ostblocks war er ein bekannter Künstler. Schon 1969 waren Karel Gott und er beim Internationalen Lieder Festival im polnischen Sopot die musikalischen „Zugpferde“ außerhalb der Konkurrenz. Seine erste Goldene Schallplatte für mehr als 4,5 Millionen verkaufte Exemplare bekam er im selben Jahr im Rahmen der Midem in Cannes überreicht.

1973 wurde Magomaev mit Volkskünstler der Aserbaidschanischen Sowjetrepublik und Volkskünstler der UdSSR ausgezeichnet. Ab 1975 bekleidete er die Stelle des Intendanten des Staatlichen Sinfonieorchesters Aserbaidschans, die er bis 1989 innehatte.

Magomaev komponierte mehr als 20 eigene Lieder und schrieb die Musik für mehrere Filmproduktionen von denen er in einigen auch mitwirkte. Zudem war er Autor eines Buches über Mario Lanza, das Vorlage einer russischen Fernsehserie über den US-amerikanischen Tenor war.

Nach längerer, schwerer Krankheit verstarb er am 25. Oktober 2008.

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