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Erdbeben in China: Mindestens zwölf Menschen gestorben

Baku, 18. Juni, AZERTAC

Bei einem heftigen Erdbeben in der südwestchinesischen Provinz Sichuan sind mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 130 Menschen wurden verletzt, wie Staatsmedien berichteten. Das Beben, dessen Zentrum in der Gemeinde Changning nahe der Stadt Yibin lag, erreichte offiziellen Angaben zufolge die Stärke 6,0.

Menschen liefen in Panik auf die Straßen. Mehr als 10.000 Häuser seien beschädigt, berichtete das Staatsfernsehen, insgesamt seien etwa 100.000 Menschen betroffen. Es folgten mehrere Nachbeben mit einer Stärke von bis zu 5,2.

Die Behörden starteten umgehend Bergungs- und Rettungsarbeiten. Diese wurden jedoch von starkem Regen in der Region erschwert. Hunderte Feuerwehrleute waren im Einsatz. Es seien 5000 Zelte, 10.000 Feldbetten und 20.000 Decken ins Erdbebengebiet geschickt worden, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Unter den Verletzten seien mindestens fünf Menschen in kritischem Zustand, hieß es. Es wird erwartet, dass die Zahl der Opfer noch steigt. Im Dorf Meidong sei ein Hotel eingestürzt, berichtete Xinhua. Nach dem Beben zeigten sich zudem große Risse auf der Schnellstraße zwischen den Gemeinden Yibin und Yuxong. Die Straße musste gesperrt werden. Auch auf anderen Straßen musste der Verkehr wegen Fahrbahnschäden gestoppt werden.

"Die Erde bewegte sich etwa eine Minute lang" - Das Erdbeben hatte sich am Montagabend um 22.55 Uhr Ortszeit ereignet. Es habe sich sehr stark angefühlt, zitierte Xinhua einen Bewohner von Changning namens Hu Yukun. "Die Erde bewegte sich etwa eine Minute lang." Betroffen war auch die Nachbargemeinde Gongxian. Viele Menschen verbrachten aus Angst vor weiteren Beben die Nacht im Freien, wie in sozialen Medien berichtet wurde.

"Ich ruhte mich gerade in meiner Wohnung aus, als das Erdbeben passierte", sagte Cheng Hongxia, der im 16. Stock eines Hochhauses in Changning wohnt, laut Xinhua. "Die Lampe und die Möbel in unserem Haus bewegten sich sehr stark." Schließlich sei die Familie nach draußen gelaufen.

In der rund 300 Kilometer nordwestlich gelegenen Provinzhauptstadt Chengdu habe das Frühwarnsystem schon eine Minute vor dem Erdbeben Alarm geschlagen, berichtete die Staatsagentur. Dann sei der Erdstoß stark zu spüren gewesen. Auch in der 240 Kilometer nordöstlich gelegenen Metropole Chongqing habe das Beben die Erde erschüttert.

In der Provinz waren 2008 bei einem schweren Erdbeben der Stärke 8,0 in Wenchuan mehr als 80.000 Menschen gestorben. Sichuan liegt am Rand der Überschiebungszone der indischen Kontinentalplatte und der eurasischen Platte. Wegen Plattenverschiebungen ist die Provinz besonders erdbebengefährdet.

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