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Erneut-Schusswechsel-zwischen-Indien-und-Pakistan

Baku, 28. Februar, AZERTAC

Nach der jüngsten militärischen Konfrontation zwischen Pakistan und Indien will Pakistan zu einer Beruhigung der Lage beitragen. Islamabad sei bereit, den festgesetzten indischen Piloten freizulassen, sollte dies helfen, die Spannungen abzubauen, sagte der pakistanische Außenminister Shah Mehmood Qureshi am Donnerstag. Gleichzeitig sei der pakistanische Ministerpräsident Imran Khan zu einem Telefongespräch mit dem indischen Premierminister Narendra Modi bereit. Man wolle alles tun, was hilfreich sei, um Frieden wieder herzustellen, sagte Qureshi.

In den vergangenen Tagen, so auch in der Nacht zu Donnerstag, gab es Berichte über Schusswechsel und Truppenbewegungen entlang der De-facto-Grenze in Kaschmir.

Unterdessen wurde mehrere hundert Familien aus Grenzdörfern auf der pakistanischen Seite Kaschmirs evakuiert. Das erklärte der lokale Informationsminister Mushtaq Minhas am Donnerstag. Die Evakuierungen seien erfolgt, nachdem es in der Nacht auf Donnerstag von indischer Seite Maschinengewehr- und Artilleriebeschuss gegeben habe. Das gesamte Gebiet auf der pakistanischen Seite der De-facto-Grenze sei in Alarmbereitschaft versetzt worden. Sollte keine Beruhigung eintreten, könnten weitere Evakuierungen notwendig sein.

Nach der Eskalation des Konflikts mit dem Abschuss von Kampfflugzeugen und schwerem Artilleriebeschuss am Mittwoch hatten die USA, China und zahlreiche andere Staaten die beiden Atommächte zur Mäßigung aufgerufen. Der pakistanische Ministerpräsident Imran Khan und die indische Außenministerin Sushma Sawraj hatten danach erklärt, sie wollten eine Eskalation des Konflikts vermeiden.

Die Probleme mit dem Luftraum über Pakistan haben zu Behinderungen im Flugverkehr von und nach Bangkok geführt. Rund 30 Flüge wurden gestrichen, drei Flugzeuge mussten kehrt machen und flogen nach Bangkok zurück. Die Auswirkungen auf die Verbindungen nach Wien hielten sich bis Donnerstag laut Flughafensprecher Peter Kleemann in Grenzen. Abgesagt wurde von Thai Airways der Flug TG936, der um 7.00 Uhr in Wien ankommen hätte sollen. Damit fiel auch der Retourflug TG937 aus, der für 13.30 Uhr vorgesehen war, berichtete Kleemann. Die täglichen AUA-Flüge von Wien nach Bangkok bzw. von Bangkok nach Wien (OS25 und OS26) wurden nach Angaben der Austrian Airlines durchgeführt, allerdings aufgrund der geänderten Route mit Verspätungen von unter einer Stunde.

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