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Experten sind zuversichtlich, die COVID-19-Epidemie in China bis Juni gestoppt zu haben

Baku, 14. März, AZERTAC

Der bekannte Experte für Atemwegserkrankungen, Zhong Nanshan, hat sich optimistisch gezeigt, dass die COVID-19-Epidemie in China im Juni gestoppt werden kann. Dies hänge jedoch davon ab, dass alle Länder umfassende und aktive Maßnahmen ergreifen.

”Wenn einige Länder der infektiösen Natur und der Gefahr der Krankheit nicht die volle Aufmerksamkeit schenken oder entschlossen eingreifen, könnte der Ausbruch länger dauern“, sagte er auf einer Pressekonferenz am Donnerstag in Guangzhou, Provinz Guangdong.

Bei hohen Temperaturen sollte das Virus weniger aktiv sein, sodass der Ausbruch im Sommer verlangsamt werden dürfte. Wenn die Epidemie länger andauern sollte, so hätte dies enorme Auswirkungen auf die Gesellschaft und die Wirtschaft des Landes. Er fügte hinzu, dass die vorherige Einschätzung sich eher auf die Situation in China stütze.

Die relativ hohe Sterblichkeitsrate in einigen Ländern zeige die Belastung der Gesundheitssysteme durch die plötzlich steigenden Patientenzahlen und die Notwendigkeit staatlicher Aufmerksamkeit. Zhong forderte alle Länder auf, den Anweisungen der Weltgesundheitsorganisation zu folgen, die COVID-19 am Mittwoch zur Pandemie erklärt hatte.

Er sei froh, dass Länder wie Italien und Südkorea weitreichende Maßnahmen ergriffen hätten, was auf einen deutlichen Rückgang neuer Fälle in Südkorea hinweise. Der Ausbruch in China, einschließlich der am stärksten betroffenen Provinz Hubei, sei durch umfangreiche Präventions- und Kontrollmaßnahmen unter Kontrolle gebracht worden, wobei temporäre Krankenhäuser eine Rolle bei der Trennung von Patienten mit und ohne COVID-19 gespielt hätten.

China habe den Höhepunkt des Ausbruchs hinter sich gelassen und die Zahl der Neuinfektionen gehe weiter zurück, teilte die Nationale Gesundheitskommission am Donnerstag mit.

In Wuhan traten am Mittwoch acht neue Coronavirus-Infektionen auf. Andere Regionen von Hubei haben seit einer Woche keine neuen Infektionen gemeldet. An anderen Orten auf dem chinesischen Festland wurden am Mittwoch sieben neue Fälle gemeldet, darunter sechs aus dem Ausland importierte.

Das Problem in China verlagere sich nun auf eingeschleppte Fälle, sagte Zhong. Einige infizierte Menschen hätten bei der Einreise nach China keine Symptome wie Fieber, seien aber später positiv getestet worden, sagte Zhong. Da Reisende aus dem Ausland möglicherweise für 14 Tage unter Quarantäne gestellt werden müssen, sollten diejenigen, die dringend oder kurzfristig nach China einreisen müssen, einen Virustest machen. Dies sei sowohl in ihrem eigenen Interesse als auch im Interesse des Landes.

Bei einer Internetkonferenz mit ausländischen Medizinern sagte er, dass der Austausch zwischen chinesischen und ausländischen Fachleuten und der Öffentlichkeit verstärkt werden sollte, um mögliche Fehler sowie die Sterblichkeitsrate im Ausland zu verringern.

Obwohl es unmöglich ist, sehr bald wirksame Medikamente zur Behandlung der Krankheit zu entwickeln, gebe es Möglichkeiten, eine Verschlechterung der Situation zu vermeiden. Gesundheitspersonal und die Öffentlichkeit im Ausland müssten sich der Risiken von COVID-19 bewusster werden, sagte er. Mit Blick auf genesene Patienten, die erneut positiv auf das Virus getestet wurden, sagte Zhong, dass diese nicht ansteckend zu sein scheinen, da sich bisher keine Person in engem Kontakt mit ihnen infiziert habe.

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