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FIA-Weltrat: Änderungen für Formel 1

Baku, 13. Oktober, AZERTAC

Der finale Rennkalender für die Formel 1 2019 liegt vor, aber auch ein Update für die Sportlichen Regeln: Beides hat der Weltrat des Automobil-Weltverbands (FIA) in seiner jüngsten Sitzung verabschiedet.

Und demnach gibt es ab der kommenden Saison ein neues Zielsignal in der Formel 1. Zwar bleibt die traditionelle schwarz-weiß-karierte Zielflagge erhalten, aber maßgeblich ist ab 2019 ein elektronisches Display, das - ebenfalls in Schwarz-Weiß-Optik - ganz offiziell das Rennen beendet.

Außerdem gibt es künftig einen einheitlichen Punkt, ab dem im Anschluss an eine Safety-Car-Phase wieder überholt werden darf, sobald das Safety-Car in die Boxengasse abgebogen ist. Dieser noch zu bestimmende Punkt gelte dann für alle Restarts nach einer Neutralisierung, erklärt die FIA.

Eine Neuerung gibt es auch bei der technischen Abnahme der Fahrzeuge: Ab 2019 zeichnen die Teams für die Regelkonformität ihrer Rennwagen verantwortlich und müssen vor der ersten Ausfahrt eine entsprechende Erklärung vorlegen, dass die Autos sämtliche Sicherheitskriterien erfüllen.

Andere Regeln für mehr "TV-Spektakel" - Apropos Technik: Das Technische Reglement der Formel 1 wurde für 2019 ebenfalls überarbeitet. Zugunsten einer besseren Sicht der Fahrer und zur Verbesserung der Sicherheit nahm die FIA Anpassungen an den Rückspiegel-Richtlinien vor und änderte zudem die Höhe des Heckflügels. Die einzelnen Neuerungen sollen noch in den Artikeln 3.6 ("Heckflügel und hintere Crashstruktur") sowie 14.3 ("Rückspiegel") festgehalten werden.

Eine Neuformulierung von Artikel 21 ("TV-Kameras und Zeitnahme-Transponder") wurde ebenfalls angekündigt. Konkret heißt es in der FIA-Meldung dazu: "Die Onboard-Kamera-Regularien werden modifiziert, um das TV-Spektakel zu verbessern." Zum Einsatz kommen wahrscheinlich neue Kamerapositionen.

Die nächste Änderung betrifft Artikel 14.5 ("Rücklichter"): Aus Sicherheitsgründen müssen die Endplatten der Heckflügel künftig mit Rücklichter ausgerüstet werden. Außerdem soll der Cockpitschutz Halo "leicht" angepasst werden, damit die Sicherheitskräfte nach einem Unfall den Fahrer besser aus dem Cockpit befreien können. Dazu wird Artikel 15.2.6 aus dem Kapitel "Überrollbügel" noch überarbeitet.

In einem weiteren Schritt zur Formel-1-Saison 2020 wird die bereits existierende sogenannte Sperrstunde von derzeit acht auf neun Stunden ausgeweitet. Während dieses Zeitraums ist es keinem Teammitglied gestattet, sich an der Rennstrecke aufzuhalten. Die Regeln sehen pro Saison nur zwei Ausnahmen vor, die die Teams mit "Jokern" beliebig verwenden können. So ist gewährleistet, dass die Mitarbeiter vor Ort ausreichend Ruhezeiten bekommen.

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