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FIA erinnert F1-Fahrer: Schmuck im Cockpit verboten

Baku, 7. April, AZERTAC

Der Automobil-Weltverband (FIA) hat sich mit einer Erinnerung an die Fahrer der Formel 1 gewendet: Schmuck darf beim Sport nicht getragen und muss deshalb vor einer Session auf der Strecke abgelegt werden. Das hat die FIA im Vorfeld des Grand Prix von Australien noch einmal klar und deutlich in einem Statement klargestellt.

Die Regel steht im fünften Artikel des dritten Kapitels von Appendix L des internationalen sportlichen Regelwerkes. Der Passus wurde in den Evennotizen für das Formel-1-Rennen in Melbourne, die vom Renndirektor Niels Wittich veröffentlicht wurden, noch einmal hervorgehoben.

Der genaue Wortlaut der Regel ist: "Das Tragen von Schmuck in Form von Körperpiercings oder Ketten aus Metal ist während des Wettbewerbs verboten. Das muss vor einem Start gegebenenfalls überprüft werden."

Regel schon seit 2005 gültig - Die Regel ist nicht neu, sondern schon lange im Formel-1-Reglement verankert, weshalb Fahrer schon immer dafür bestraft werden können, wenn sie mit Schmuck oder Piercings im Cockpit erwischt werden. Eingeführt wurde die Regel damals im Jahr 2005, woraufhin sie auch in das internationale sportliche Regelbuch aufgenommen wurde.

Doch warum macht die FIA im Vorfeld des Großen Preises von Australien auf diese Regel aufmerksam? Einen Fall hat es in jüngster Vergangenheit nicht gegeben, weshalb hier nicht auf den Regelverstoß eines Fahrers reagiert wird. Es geht eher darum, die Sinne zu schärfen.

Wittich, der neben Eduardo Freitas als Nachfolger von Michael Masi als Renndirektor tätig ist, möchte noch sicherstellen, dass die Fahrer wirklich jede Regel einhalten und kein Passus in Vergessenheit gerät. Schmuck kann außerdem bei Unfällen zu Verletzungen führen, weshalb auch deshalb noch einmal sensibilisiert wird.

Strafen für ähnliche Vergehen - Wenn die Fahrer nicht im Cockpit sitzen, schillert es im Formel-1-Fahrerlager wo man nur hinschaut. Viele Fahrer tragen Schmuck wie Ketten und Ringe, die vor einer Session unbedingt abgelegt werden müssen. Eine Gefahr besteht auch darin, dass sich der Schmuck im Cockpit verhädert und die Fahrer in einem Notfall nicht schnell genug aus dem Auto gelangen.

In anderen Rennserien gab es immer mal wieder ähnliche Vergehen, die von der FIA bestraft wurden. Lucas di Grassi wurde beim Formel-E-Rennen in Punta des Este im Jahr 2018 erwischt und bestraft. Er trug zwar keinen Schmuck, jedoch war in Argentinien seine feuerfeste Unterwäsche zu klein. Die Konsequenz: 10.000 Euro Strafe und drei Strafpunkte.

In New York erwischte es zwei Formel-E-Fahrer: Jean-Eric Vergne und Andre Lotterer, die beide im Qualifying nicht-zugelassene Unterwäsche trugen. Angesichts solcher Präzedenzfälle ist es wahrscheinlich, dass bei einem Verstoß eines Formel-1-Fahrers gegen die Regeln für Schmuck und Körperpiercings eher eine solche Strafe verhängt wird als eine, die Einfluss auf das sportliche Ergebnis hat.

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