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FIA warnt Formel-1-Teams

Baku, 23. Juli, AZERTAC

Formel-1-Teams droht demnächst eine Strafe, sollte Personal während eines Grand Prix ohne Erlaubnis zu den Rennkommissaren gehen, um mit ihnen zu sprechen. Das hat Rennleiter Michael Masi den Teams mitgeteilt und sie damit gewarnt.

Hintergrund ist die Kontroverse rund um Toto Wolff und Christian Horner beim vergangenen Rennen in Silverstone. Die beiden Teamverantwortlichen waren nach dem Unfall zwischen Max Verstappen und Lewis Hamilton zu den Kommissaren gegangen, um sie für ihre Seite zu beeinflussen.

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff hatte das jedoch auf Hinweis von Rennleiter Masi gemacht, nachdem dieser seine Mailanfrage abgewimmelt hatte. "Mir wurde gesagt, dass vor allem Christian eine ziemlich erratische Diskussion mit dem Rennleiter hatte", sagt der Österreicher im Interview mit "Motorsport-Total.com".

"Daraufhin habe ich ihn kontaktiert, und er hat mir geraten, zu den Kommissaren zu gehen oder direkt mit ihnen zu sprechen. Das habe ich dann auch gemacht."

Als Horner das jedoch mitbekam, ging er seinerseits zu den Kommissaren, um auch seine Sicht darzulegen. Denn dass Wolff einfach zu ihnen gehen und sie beeinflussen konnte, missfiel ihm: "Ich denke nicht, dass die Kommissare beeinträchtigt werden sollten", meint der Brite. "Ich denke nicht, dass es jemandem erlaubt sein sollte, zu den Kommissaren zu gehen."

Michael Masi hatte ursprünglich kein Problem damit, dass die Teams die Entscheider aufsuchen. Er erinnert an Monza 2020, als Lewis Hamilton während der Rotphase zu ihnen ging, um nachzufragen, warum sie ihm eine Strafe gegeben hatten. Der Brite war damals in die gesperrte Boxengasse gefahren.

"Während einer Unterbrechung ist das möglich. Es gibt also keinen Grund, das nicht zu tun", sagte Masi damals. Mittlerweile hat er seine Meinung jedoch geändert und die Teams gewarnt, dass ein unangemeldeter Besuch bei den Kommissaren nicht geduldet wird. Einzig nach einer vorherigen Erlaubnis oder einer Vorladung nach einem Zwischenfall sei dies möglich.

Jeder Verstoß würde unter Artikel 12.2.1.i des Internationalen Sportkodex der FIA zählen. In diesem geht es um "Nichtbeachtung der Anweisungen der zuständigen Offiziellen für den sicheren und ordnungsgemäßen Ablauf der Veranstaltung".

Die Strafe für ein solches Vergehen kann von einer Verwarnung bis zu einer Disqualifikation reichen.

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