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FIFA verschiebt Großteil der geplanten Spiele auf 2021

Baku, 15. April, AZERTAC

Ein großer Teil der geplanten Länderspiele des Fußball-Jahres wird möglicherweise erst 2021 ausgetragen werden können.

Diese Meinung vertritt der Vizepräsident des Weltverbandes FIFA, Victor Montagliani, weil damit zu rechnen sei, dass die Reisebeschränkungen wegen der Coronavirus-Pandemie länger ausdauern würden.

Betroffen davon wären dann auch die ab 3. September 2020 geplanten Spiele der Nations League. Sogar die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Katar müsse nach seiner Auffassung möglicherweise verkürzt werden, da der Zeitrahmen für das im November 2022 beginnende Turnier enger werde.

Der Kanadier Montagliani, der zugleich Präsident des Verbandes für Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik (CONCACAF) ist, leitet eine FIFA-Arbeitsgruppe, die Pläne formuliert, um die Herausforderungen des Sars-CoV-2-Virus zu meistern. Seit dem vergangenen Monat ruht in nahezu allen Teilen der Welt der Spielbetrieb.

Die FIFA hatte schon alle für März und Juni angesetzten Länderspiele abgesagt. Montagliani glaubt nun, dass auch die vorgesehenen Fenster für Spiele der Nationalmannschaften im Herbst gestrichen werden müssten.

"Ich persönlich denke, dass dies eine Herausforderung sein könnte, sowohl wegen der Gesundheitsprobleme auf der ganzen Welt, als auch wegen internationaler Reisen", sagte Montagliani in einem Interview der Nachrichtenagentur "AP".

Alles hängt vom Impfstoff ab - Der nationale Fußball habe jetzt Priorität. Die Ländervergleiche im September stünden noch im Kalender, "aber ich möchte sagen, dass ich da nicht sicher bin, wie sich die Dinge derzeit entwickeln."

Die Rückkehr der Zuschauer in die Stadien könnte davon abhängen, dass ein Impfstoff gegen die Covid-19-Krankheit gefunden werde - und das sei möglicherweise erst 2021.

Eine vollständige Wiederaufnahme des Fußballs im Jahr 2020 ist in Teilen der von der Pandemie am stärksten betroffenen Welt, einschließlich Europa und Nordamerika, möglicherweise nicht möglich, befürchtet der FIFA-Funktionär.

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