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Flüchtlinge prügeln sich um Zugang zu Fähre

Baku, den 17. Dezember (AZERTAG). In der Hafenstadt Patras ist es zu blutigen Zusammenstößen zwischen Afghanen und Kurden gekommen. Beide Gruppen wollten per Schiff nach Italien.

In der westgriechischen Hafenstadt Patras ist es in der Nacht zum Freitag zu Zusammenstößen zwischen verschiedenen Flüchtlingsgruppen gekommen. Überwiegend afghanische Migranten lieferten sich Schlägereien mit kurdischen Flüchtlingen. Grund der Ausschreitungen: Die Gruppen kämpfen um den Zugang zum Hafen von Patras. Wer es schafft hat die Hoffnung, auf eine der Fähren zu kommen, die nach Italien auslaufen.

Wie Medien berichteten, bewarfen sich die rivalisierenden Banden mit Steinen, setzten Keulen und Latten sowie Eisenstangen ein. Zahlreiche Menschen wurden leicht verletzt. Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Lage im Hafengebiet unter Kontrolle zu bringen.

Griechenland ist zum Einfallstor für Flüchtlinge in die EU geworden, weil der Seeweg über das Mittelmeer schärfer kontrolliert wird. Während Flüchtlinge aus Afrika bislang vor allem mit Booten von Libyen über das Mittelmeer in die EU gelangten, kommen sie inzwischen über die Türkei. Dabei handelt es sich laut EU-Kommission vor allem um Afrikaner, Afghanen, Pakistaner und Iraker.

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