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Formel-1-Autos sollen in Zukunft 100 Prozent nachhaltiges Benzin

Baku, 20. Mai, AZERTAC

Bis 2030 will die Formel 1 komplett CO2-neutral unterwegs sein, den nächsten großen Schritt will man aber schon 2023 gehen: Dann soll Sprit Einzug halten, der zu 100 Prozent nachhaltig ist. Das heißt: Es wird bei der Produktion genauso viel Kohlendioxid gebunden, wie später beim Verbrennungsprozess wieder entsteht.

"Wenn wir Nachhaltigkeit bei der Entwicklung von Kraftstoffen und effizienten Antrieben demonstrieren, senden wir zwei Nachrichten aus: Wir tun etwas mit unserem Sport und wir öffnen neue Wege", erklärt FIA-Motorenchef Gilles Simon laut "auto motor und sport". Einerseits kann die Formel 1 somit neue Technologien erschließen und andererseits ihrer Serie einen weiteren grünen Anstrich geben.

Schon 2022 sollen dem Kraftstoff 20 Prozent Biomasse hinzugefügt werden, ein Jahr später soll der Sprit dann zu 100 Prozent nachhaltig sein. Dafür hat man die Kraftstoffhersteller bereits mit ins Boot geholt. Diese haben dabei zwei Möglichkeiten: Sprit, der auf biologischen Abfällen basiert, und synthetischer Sprit, der aus Wasserstoff und Kohlenstoff gewonnen wird. Beide Wege sollen erforscht werden.

FIA lässt Kraftstoffe zu Testzwecken entwickeln - Die Kraftstoffhersteller seien jedoch noch skeptisch: "Wenn wir ihnen aber sinnvolle technische Vorschläge machen, sollten wir sie auch überzeugen können", sagt Simon, der das Projekt für die FIA leitet. Auf mehr Unterstützung stößt er bei den Motorenherstellern der Formel 1: Alle vier Motorenhersteller haben uns versichert, dass sie diesen Weg mitgehen wollen, wenn wir demonstrieren können, dass es möglich ist."

Diese konnte man jedoch auch mit dem Argument überzeugen, dass die aktuellen Hybrid-Triebwerke weiter verwendet werden, auch wenn nachhaltiger Sprit natürlich dazu einladen könnte, wieder auf die alten kraftvollen V12-Schleudern zu setzen. Doch die aktuelle Entwicklung möchte man nicht so einfach aufgeben und setzt weiter auf das Thema Effizienz.

Aktuell will die FIA den Herstellern beweisen, dass ihr Ziel möglich ist. Aus diesem Grund werden bereits Kraftstoffe zu Testzwecken entwickelt. Noch in diesem Jahr sollen sie an aktuellen Formel-1-Motoren geprüft werden.

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