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Formel 1: Kanada-GP abgesagt

Baku, 28. April, AZERTAC

Das Formel-1-Rennen in Kanada wird auch in diesem Jahr wie erwartet nicht stattfinden. Die Königsklasse gab am Mittwoch die Absage des Rennens in Montreal bekannt. Das Rennen war eigentlich für den 13. Juni geplant, muss seinen Platz im Kalender aber wie bereits im Vorjahr aufgrund der Corona-Pandemie räumen.

Ein Ersatz steht bereits fest: der Große Preis der Türkei rückt für den Termin am 13. Juni in den Kalender. Der Istanbul Park hatte nach zahlreichen Umstrukturierungen des Rennkalenders aufgrund der Pandemie bereits im Vorjahr nach acht Jahren Pause sein Comeback in der Formel 1 gefeiert und springt nun erneut als Ersatz ein.

"Auch wenn es enttäuschend ist, dass wir in dieser Saison nicht in Kanada sein können, freuen wir uns, bestätigen zu können, dass die Türkei nach einem fantastischen Rennen im vergangenen Jahr auch 2021 ein Rennen austragen wird", sagt Formel-1-CEO Stefano Domenicali.

Formel 1 verlängert Vertrag mit Kanada - Im gleichen Atemzug bekannte sich die Formel 1 aber zum Kanada-Rennen und verkündete die vorzeitige Vertragsverlängerung um zwei Jahre bis 2031. Erst im März 2017 war der Kontrakt langfristig bis 2029 ausgedehnt worden.

Die Absage des Kanada-GP hatte sich zuletzt angedeutet. "Radio Canada" berichtete bereits vor knapp zwei Wochen, dass das Rennen aus Gründen der öffentlichen Sicherheit nicht stattfinden kann, da eine Verbreitung des Coronavirus befürchtet wird.

Zudem seien finanzielle Gründe ausschlaggebend für eine Absage, da das Rennen wohl nur hinter verschlossenen Türen hätte stattfinden können.

Erhebliche Einschränkungen in Kanada - In Kanada gibt es derzeit eine erhebliche Einschränkung der Reisefreiheit. Einreisende müssen nach Ankunft für drei Tage in ein Quarantäne-Hotel und dort auf das Ergebnis eines zweiten Coronatests warten. Doch auch bei einem negativen Ergebnis gilt derzeit eine 14-tägige Quarantäne.

Weil der Circuit Gilles Villeneuve ein semipermanenter Kurs ist, hätten die Vorbereitungsarbeiten schon früh beginnen müssen. Daher musste auch früher eine Entscheidung über die Austragung getroffen werden.

Ein Plan sah vor, das Rennen komplett hinter verschlossenen Türen abzuhalten und dabei strenge Bubble-Vorgaben für Teams und anderes Personal einzuhalten. Beim Grand Prix in Abu Dhabi im Vorjahr kam etwa der ganze Tross mit Charterflügen aus Bahrain und blieb in reservierten Hotels. Das wurde für Montreal aber nicht als praktikabel angesehen.

"Ich möchte dem Promoter und den Behörden in Kanada für ihren Einsatz in den letzten Wochen danken, aber die Reisebeschränkungen machen unsere Pläne unmöglich", sagt Domenicali, der gleichzeitig auch den türkischen Promotern seinen Dank ausrichtete.

Vorerst keine Rückkehr auf den Nürburgring - Zuletzt war auch der Nürburgring als Ersatzkandidat gehandelt worden.

Ein Sprecher des Eifelkurses teilte Mitte April auf "SID"-Anfrage mit: "Aktuell gibt es keine Gespräche über ein Formel-1-Rennen am Nürburgring in diesem Jahr." Rein terminlich sei das zweite Juni-Wochenende jedoch verfügbar gewesen, weil die Veranstaltung Rock am Ring durch den Veranstalter pandemiebedingt abgesagt worden ist.

"Grundsätzlich sind wir gegenüber der Formel 1 immer gesprächsbereit. Der Rest müsste sich dann in etwaigen Gesprächen zeigen", erklärte der Sprecher weiter. 2020 war der Nürburgring kurzfristig in den Rennkalender gerutscht.

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