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Größtes Rätsel der Luftfahrtgeschichte: 2014 verschwundenes Flugzeug von Malaysia

Baku, 30. Juli, AZERTAC

Das Verschwinden von Flug MH370 bleibt ungeklärt. Malaysias Regierung hat in Kuala Lumpur ihren offiziellen Abschlussbericht zu einem der größten Rätsel der Luftfahrtgeschichte vorgestellt. In dem 450-seitigen Dokument heißt es: "Das Team ist nicht in der Lage, den Grund für das Verschwinden von MH370 zu bestimmen." Angehörige von Passagieren und Crew äußerten sich enttäuscht.

Die Boeing 777 der Fluggesellschaft Malaysia Airlines war am 8. März 2014 mit 239 Menschen an Bord plötzlich mitten in der Nacht von den Radarschirmen verschwunden. Sie befand sich auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking.

Vermutlich ist die Maschine abgestürzt. Das Wrack wird irgendwo auf dem Boden des südlichen Indischen Ozeans vermutet. Die Suche blieb bislang jedoch ohne Erfolg. An verschiedenen Küsten wurden inzwischen insgesamt 27 Wrackteile angeschwemmt. Von den Insassen des Flugzeugs fehlt jedoch jede Spur.

Aufgrund der gefundenen Wrackteile vermuten die Experten, dass die Maschine wahrscheinlich auseinanderbrach. Sie legten sich aber nicht darauf fest, ob dies in der Luft oder beim Aufprall auf dem Wasser geschah. Chef-Ermittler Kok Soo Chon wollte sich zu weiteren Spekulationen nicht äußern. "Eine schlüssige Antwort wird es nur geben, wenn das Wrack gefunden wird", sagte er.

In dem Bericht wird auch keine plausible Erklärung dafür genannt, warum die Maschine mitten in der Nacht plötzlich vom Kurs abwich und dann vermutlich noch stundenlang unterwegs war. Mangels Beweisen könne keine Möglichkeit ausgeschlossen werden, heißt es. Und weiter: "Die Möglichkeit einer Intervention einer dritten Partei kann auch nicht ausgeschlossen werden."

Mittlerweile gibt es zahlreiche Theorien zum Schicksal von Flug MH370: von einem Absturz aus Treibstoffmangel über eine Entführung und einen Abschuss durch Militärs bis hin zu einem Suizid des Piloten, der dabei 238 weitere Menschen umgebracht hätte.

Die Suizid-Theorie war im Frühjahr vom freiberuflichen kanadischen Flugunfallermittler Larry Vance vertreten worden und auf großes Interesse gestoßen. In seinem Buch "MH370: Mystery Solved" hatte Vance erklärt, dass nach Lage der Dinge nur ein möglicher Hergang in Einklang mit allen verfügbaren Indizien stehe: MH370, seine Crew und Passagiere wurden das Opfer des Flugkapitäns.

Aus Sicht der Ermittler gibt es aber keine Hinweise auf persönliche Probleme des Piloten - weder psychischer noch finanzieller Art. So widersprach etwa Peter Foley von der australischen Behörde für Transportsicherheit (ATSB) der Theorie des Kanadiers. Foley und die ATSB gehen davon aus, dass dem Passagierflugzeug das Kerosin ausging, während es am 8. März 2014 weit außerhalb des geplanten Kurses von Kuala Lumpur nach Peking flog.

Foley betonte, das Flugzeug habe unter niemandes Kontrolle gestanden, als es auf dem Wasser aufschlug. Der Grund für seine Annahme: "Die Landeklappen wurden nicht ausgefahren". Dies habe die Untersuchung einer Landeklappe ergeben, die 2016 in Tansania gefunden wurde.

In seinem Buch hatte Autor Vance hingegen postuliert, zwei gefundene Landeklappen zeigten Anzeichen dafür, dass der Pilot sie für eine behutsame Landung auf dem Wasser ausgefahren hätte.

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