WELT


Hurrikan "Dorian" erreicht Südostküste der USA

Baku, 6. September, AZERTAC

Auf seinem Weg zur US-Küste hat Hurrikan "Dorian" etwas an Kraft verloren, er wurde vom US-Hurrikanzentrum (NHC) auf Kategorie zwei der fünfstufigen Skala herabgestuft. Aber noch immer transportiert "Dorian" Winde mit Geschwindigkeiten von bis zu 175 Stundenkilometern. Und inzwischen haben die ersten wuchtigen Ausläufer die Südostküste der USA erreicht.

Starker Regen und heftige Winde waren am Donnerstag in den Küstengebieten der Bundesstaaten North und South Carolina zu spüren. Die Behörden warnten vor lebensgefährlichen Überschwemmungen und Sturzfluten.

In der bei Touristen beliebten Küstenstadt Charleston in South Carolina waren einige Gegenden bereits überschwemmt. Einzelne Bewohner bewegten sich mit Kajaks durch die Straßen. Bäume und Strommasten stürzten um. Zahlreiche Straßen wurden gesperrt. Allein in South Carolina fiel nach Angaben der Behörden in rund 200.000 Privathaushalten und Firmen der Strom aus.

Für Hunderttausende Menschen in North und South Carolina galten Evakuierungsanordnungen. Manche Bewohner zogen es dennoch vor, sich in ihren Häusern und Wohnungen zu verschanzen.

Der Hurrikan hatte zuvor fast drei Tage lang auf den Bahamas gewütet und verheerende Schäden angerichtet. Jüngsten Angaben zufolge starben mindestens 30 Menschen. Gesundheitsminister Duane Sands sagte dem Radiosender der Zeitung "The Nassau Guardian", die endgültige Anzahl der Todesopfer des verheerenden Hurrikans auf den Bahamas werde "überwältigend" sein.

Die Rettungseinsätze kommen wegen der katastrophalen Schäden nur langsam voran. Das World Food Programme (WFP) bereitet derzeit eine Nahrungsmittellieferung für die vielen Obdachlosen vor. Die Agentur habe umgerechnet rund sieben Tonnen fertiger Gerichte gekauft und organisiere den Transport auf die Bahamas, sagte der Sprecher von Uno-Generalsekretär António Guterres, Stephane Dujarric. Dort solle die Nahrung an Zehntausende Bedürftige verteilt werden.

Zudem werde die Uno-Agentur Bauteile für Büros und Generatoren von Panama auf die Hauptinseln fliegen lassen, auf denen zwei logistische Zentren für die Einsatzkräfte errichtet werden sollen. Die Kommunikation der Helfer solle mit Satellitentelefonen verbessert werden.

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