WELT


Im Norden Mexikos Massengrab entdeckt

Baku, 17. August, AZERTAC

Der Tipp eines inhaftierten Drogenhändlers hat die Polizei in Mexiko zu einem Massengrab mit mehr als 600 Überresten menschlicher Knochen geführt. Der Fundort liege in der Nähe von Tijuana, nicht weit von der Grenze zu den USA, teilte eine Vereinigung für Vermisste in der mexikanischen Region Baja California mit.

Demnach dürfte es mindestens einen Monat dauern, bis Experten die Knochenüberreste in dem Massengrab vollständig gesichtet haben. Anschließend sollen DNA-Untersuchungen in Mexiko-Stadt erfolgen.

In demselben Gebiet war bereits 2009 das Massengrab von Santiago Meza gefunden worden. Er hatte auf Anweisung von Drogenhändlern die Leichen in Chemikalien aufgelöst und die Überreste in dem Massengrab verscharrt. Meza hatte zugegeben, dass er etwa 300 Leichen verschwinden ließ.

Im mexikanischen Drogenkrieg wurden seit 2006 mehr als 186.000 Menschen getötet, etwa 30.000 weitere gelten landesweit als vermisst. Nach Einschätzung von Experten bildeten sich nach der Festnahme der wichtigsten Drogenbosse des Landes eine Reihe von kleineren Banden, die über den Drogenhandel hinaus auch Raubüberfälle, Entführungen und Erpressung als Geschäftsfelder für sich entdeckt haben.

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