GESELLSCHAFT


Im brasilianischen Regenwald wüten so viele Feuer wie seit 13 Jahren nicht mehr

Baku, 3. Juli, AZERTAC

Seit Jair Bolsonaro Präsident von Brasilien ist, sorgen sich Umweltschützer um den Regenwald. In seiner Amtszeit haben Brandrodungen zugenommen, zeigen Satellitenaufnahmen.

Allein im Juni zählte Brasiliens Institut für Weltraumforschung (INPE) 2248 Brände im Amazonas, ein Fünftel mehr als im Juni 2019 vergangenen Jahres. Laut dem Institut hat es zuletzt vor 13 Jahren so viele Brände im Juni gegeben.

34 Prozent mehr Regenwald abgeholzt - Der Höhepunkt dürfte nach Einschätzung von Experten aber erst im August erreicht werden. Im vergangenen Jahr hatte die Zahl der Brände in dem Monat bei 30.000 gelegen und sich damit im Vergleich zum August 2018 verdreifacht.

Dass es im Regenwald brennt, ist für die Natur kein Problem, solange die Feuer ein gewisses Ausmaß nicht überschreiten. Sie können dem Ökosystem sogar nützen. Die Asche aus den Bränden liefert Nährstoffe für das Wachstum und wirkt als natürlicher Dünger. Zusätzlich werden Schädlinge vernichtet.

Allerdings gehen viele Feuer im Amazonas auf Brandrodung in abgeholzten Gebieten zurück. Dadurch sollen neue Anbauflächen entstehen. In diesem Jahr war die Abholzung besonders intensiv. Laut INPE wurden zwischen Januar und Mai 2000 Quadratkilometer Urwald vernichtet - 34 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum.

Das Amazonas-Umweltforschungsinstitut schätzt, dass 9000 Quadratkilometer Wald, die seit vergangenem Jahr abgeholzt wurden, noch vor August in Flammen aufgehen könnten. Dabei hatte Bolsonaro eigentlich zugesichert, verstärkt gegen Brandrodungen vorzugehen, nachdem er wegen der zunehmenden Rodungen international heftig kritisiert worden war.

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