GESELLSCHAFT


In China und Thailand neuartiges Coronavirus entdeckt

Baku, 16. Januar, AZERTAC

Seit Jahresbeginn wächst in Asien die Angst vor einem neuen Krankheitserreger. In der chinesischen Stadt Wuhan hatte ein neuartiges Coronavirus Dutzende Lungenentzündungen ausgelöst; zwei Menschen sind gestorben. Als Ursprung wird ein Fischmarkt vermutet. Mittlerweile wurde der bislang namenlose Erreger in zwei weiteren Ländern entdeckt.

Offen ist noch, wie sich das Virus verbreitet.

Wie AZERTAC unter Berufung auf ausländische Massenmedien berichtet, sei das neue Virus aus der chinesischen Stadt Wuhan nach Thailand und Japan von Reisenden eingeschleppt worden. Eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung scheint jedoch allenfalls selten aufzutreten.

Die Gesundheitsbehörde der Stadt Wuhan meldete am Donnerstagabend einen zweiten Todesfall.

Bereits am Montag hatten thailändische Behörden von einem ersten Fall in ihrem Land berichtet. Es handelt sich um eine 61-jährige Chinesin aus Wuhan, die bei der Einreisekontrolle am Flughafen Fieber gezeigt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht wurde. Gentests bestätigten den neuen Erreger. Auch diese Frau hatte sich nicht auf dem Fischmarkt, wohl aber auf einem anderen Markt aufgehalten.

Bislang, so betont die Weltgesundheitsorganisation WHO, wurde kein Nachweis einer Mensch-zu-Mensch-Übertragung gefunden. Ausgeschlossen ist dieser Übertragungsweg jedoch nicht. Ein Hinweis auf diese Infektionsroute könnte ein Fall unter Eheleuten sein, über den die Gesundheitsbehörde der Stadt Wuhan berichtete: Nur der Mann hatte sich auf dem Fischmarkt aufgehalten, aber beide erkrankten.

Der Erreger ist zwischenzeitlich genetisch entschlüsselt worden. Er ähnelt nach Drostens Worten dem Sars-Virus, das in den Jahren 2002 und 2003 eine Pandemie mit etwa 8000 Erkrankten ausgelöst hatte. "Es ist dieselbe Virusart, nur in einer anderen Variante", sagt er. Unterschiede gebe es vor allem bei den Proteinen, mit denen das Virus an menschliche Zellen andocke.

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