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In Indien mindestens 42 Menschen durch Konsum von illegal hergestelltem Alkohol gestorben

Baku, 29. Juli, AZERTAC

In Indien sind mindestens 42 Menschen durch den Konsum von gepanschtem Alkohol gestorben. Knapp hundert weitere mussten ins Krankenhaus gebracht werden, wie die Polizei mitteilte. “Die Ermittlungen haben ergeben, dass die Opfer Industrie-Methanol zu sich nahmen, was zu ihrem Tod führte“, erklärte der Innenminister des Bundesstaates Gujarat, Harsh Sanghavi.

Dutzende Menschen in mehreren Dörfern in Gujarat waren in den vergangenen Tagen krank geworden, nachdem sie den gepanschten Alkohol getrunken hatten. 31 Menschen starben nach Polizeiangaben im Bezirk Botad, elf weitere im Bezirk Ahmedabad.

Der Zustand von zwei der 97 bisher in Kliniken eingelieferten Menschen sei kritisch, sagte Sanghavi. Methanol ist hochgiftig und kann zu Blindheit, Leberschäden und zum Tod führen. Der Stoff entsteht, wenn beim Destillieren des Alkohols nicht richtig gearbeitet wird.

Hunderte Tote durch illegal hergestellten Alkohol jährlich - Die Polizei ging nach dem Vorfall im ganzen Bundesstaat Gujarat gegen illegale Brennereien vor und nahm nach eigenen Angaben mehrere Menschen fest. Der Heimatstaat von Regierungschef Narendra Modi ist einer von mehreren indischen Bundesstaaten, in denen der Verkauf und der Konsum von Alkohol verboten sind.

Hunderte Menschen sterben in Indien jedes Jahr nach dem Genuss von illegal hergestelltem Alkohol. Schwarz gebrannter Schnaps ist in dem Land sehr beliebt, weil er deutlich billiger ist als importierter Alkohol oder etablierte indische Marken. Im vergangenen Jahr etwa starben 98 Menschen im Bundesstaat Punjab im Norden des Landes, nachdem sie gepanschten Alkohol getrunken hatten.

2019 hatte ein weiterer Fall in dem Land für Aufsehen gesorgt: Mehr als 140 Teeplantagenarbeiter starben damals, nachdem sie gepanschten Schnaps getrunken hatten. Fast 300 weitere Menschen wurden mit Vergiftungen im Krankenhaus behandelt. Nach Angaben von Ärzten litten die Betroffenen zunächst unter starkem Brechreiz, Brustschmerzen und Atemnot.

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