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In Paris findet FIA-Gipfeltreffen statt

Baku, 16. Oktober, AZERTAC

Wer bekommt am Ende seinen Willen? Das ist die große Frage vor dem Gipfeltreffen am Mittwoch, bei dem ein letztes Mal über die Zukunft der Formel 1 verhandelt wird. Das Thema von Verantwortlichen und Teamvertretern in Paris: Das neue Reglement, das 2021 eingeführt werden soll. Doch wenige Tage vor der offiziellen Vorstellung des Regelpakets sind wichtige Eckpunkte noch immer ungeklärt.

Immerhin: Es ist ein beweglicher Prozess. Alleine in den zurückliegenden Wochen sollen an diversen Stellen Anpassungen im Vergleich zum ursprünglichen Vorschlag vorgenommen worden sein. "Die FIA hat bereits einige Ansätze der Teams aufgegriffen", sagt Haas-Teamchef Günther Steiner. Nun folge die abschließende Diskussion des gesamten Reglements.

Steiner wünscht sich eine Aufweichung des eigentlichen geplanten Wechsels hin zu vielen Einheitsteilen und hofft, FIA und Liberty Media lenken noch ein. "Ich habe es schon immer gesagt: Ich bin kein Fan einer [Einheitsserie] GP1, eines zu engen Reglements. Das habe ich beim jüngsten Treffen klargemacht. Das Letzte, was wir verlieren dürfen, ist die DNA der Formel 1."

Er fordert "einen gewissen Spielraum" beim Design der Fahrzeuge. Nur so hätten auch kleinere Teams eine Chance auf eine Überraschung. Steiner: "Wenn die Autos alle gleich aussehen, dann haben trotzdem die großen Teams einen Vorteil. Sie geben Geld für Dinge aus, die man nicht mal sehen kann. Dann geht aber auch das Interesse zurück, weil jeder das gleiche Auto hat."

Deshalb rät er den Verantwortlichen zu Besonnenheit und schlägt vor, den "gesunden Menschenverstand" walten zu lassen, gleichzeitig aber auch die jüngsten Forschungsergebnisse nicht zu negieren. Automobil-Weltverband FIA und Formel-1-Management FOM hätten zuletzt vor allem auf aerodynamischer Seite viele wegweisende Erkenntnisse gewonnen. "Das müssen wir respektieren", meint Steiner.

Es gehe nun darum, eine Möglichkeit zu finden, die diversen Vorstellungen für die Formel 1 ab 2021 unter einen Hut zu bringen. "Man hält wirklich intensiv Ausschau nach Bereichen, in denen sich die Fahrzeuge unterscheiden können, ohne damit jedoch die Ergebnisse der Überholstudien zu gefährden", sagt Steiner und spricht von "konstruktiven Ideen" mit dem Ziel, die Zweikampfsituation zu erleichtern.

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