GESELLSCHAFT


In Südafrika kursiert neue Variante des Sars-CoV-2-Virus

Baku, 20. Dezember, AZERTAC

In Südafrika kursiert eine neue Variante des Sars-CoV-2-Virus. Entdeckt und isoliert worden sei die vorerst 501.V2 genannte Variante bei genetischen Untersuchungen von Proben aus verschiedenen Provinzen, sagte Gesundheitsminister Zweli Mkhize am Freitagabend im Fernsehen. Zudem twitterte Mkhize, die vorliegenden Daten deuteten stark darauf hin, dass »die aktuelle zweite Welle von dieser neuen Variante angetrieben wird«. Unklar ist bisher, ob sich die neue Variante auf künftige Impfungen auswirkt.

Südafrikanischen Ärzten zufolge infizierten sich während der zweiten Welle mehr jüngere Menschen als zuvor. Sie litten zudem häufiger unter einem schwereren Verlauf der Lungenkrankheit Covid-19. Gesundheitsminister Mkhize warnte jedoch vor Spekulationen. Es gebe keinen Grund, die Empfehlungen für Schutzmaßnahmen zu ändern. Der WHO-Expertin Maria van Kerkhove zufolge steht die Weltgesundheitsorganisation mit den Forschern in Kontakt. Bislang gebe es keine Anzeichen, dass die Variante sich anders verhalte als die bereits beschriebenen, sagte sie.

In Südafrika wurden bisher 892.813 Corona-Fälle bestätigt, mehr als 24.000 Menschen starben in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung. Die Regierung hatte Ende März eine landesweite Ausgangsbeschränkung verhängt, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, und sie nach einer vorübergehenden Zurücknahme zum Beginn der Feiertagssaison leicht verschärft. Die Restriktionen treffen auch die Wirtschaft.

Die neue Virusvariante wurde von einem Forschungsteam unter Leitung des südafrikanischen Kwazulu-Natal Research Innovation and Sequencing Platform (KRISP) entdeckt, das seit Pandemiebeginn Hunderte Proben untersucht hat. Die Wissenschaftler leiteten ihre Forschungsergebnisse auch an die WHO sowie die britischen Behörden weiter. Kürzlich hatten diese die WHO über eine in Großbritannien gefundene neue Variante des Coronavirus informiert.

Nach Angaben der WHO haben sich die bis dato bekannten Varianten des Virus im Hinblick auf Ansteckungswege oder Schwere der Erkrankung kaum oder gar nicht anders verhalten als das zuerst identifizierte Virus.

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