WELT


In den USA und China treten neue Strafzölle in Kraft

Baku, 24. September, AZERTAC

China hat mit schweren Vorwürfen auf die jüngste Verschärfung des Handelsstreits mit den USA reagiert. Die Vereinigten Staaten verfolgten eine Strategie der "Handelstyrannei", zitierte die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Montag aus einem Weißbuch der chinesischen Führung. Mit Zöllen schüchterten die USA andere Länder ein, um ihnen ihren Willen aufzuzwingen.

Beide Seiten haben ihren Handelskonflikt mit einer neuen Zollrunde verschärft. Am Montagmorgen traten Zölle der USA auf Waren aus China in einem Wert von 200 Milliarden Dollar in Kraft. Auch die chinesischen Gegenzölle im Volumen von 60 Milliarden Dollar wurden wirksam.

Weiteren Verhandlungen über die Beilegung des Handelskonflikts erteilte die Führung in Peking eine Absage. Unter der Androhung weiterer US-Zölle könnten derzeit keine Verhandlungen geführt werden, berichtete Xinhua unter Berufung auf das Regierungspapier. "Die Tür für Handelsgespräche ist immer offen", hieß es demnach in dem Papier. Die Verhandlungen müssten jedoch in einem "Umfeld von gegenseitigem Respekt" stattfinden.

"China kontinuierlich herausgefordert" - Seit Anfang Juli haben sich die beiden größten Volkswirtschaften der Welt bereits mit Straf- und Vergeltungszöllen auf Waren im Volumen von insgesamt 100 Milliarden Dollar überzogen. Die USA werfen China unter anderem Marktabschottung, unfaire Beihilfen für die eigene Wirtschaft und Technologiediebstahl vor. China weist dies zurück.

Der Konflikt schürt Sorgen, dass er sich zu einem Handelskrieg mit schweren Folgen für die Weltwirtschaft ausweitet. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich warnte am Sonntag vor neuen Turbulenzen an den Finanzmärkten und nannte die angespannten Handelsbeziehungen führender Volkswirtschaften als einen der Gründe.

China habe sich um eine Lösung des Handelskonflikts bemüht, hieß es dem Xinhua-Bericht zufolge weiter. Die US-Regierung habe "sich aber selbst widersprochen und China kontinuierlich herausgefordert". China wolle keinen Handelskrieg, schrecke davor aber auch nicht zurück.

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