WELT


Indien: Zahl der Toten steigt immer weiter

Baku, 18. August, AZERTAC

Die Zahl der Toten steigt immer weiter. Besonders starker Monsunregen hat im südindischen Bundesstaat Kerala für schwere Überschwemmungen gesorgt, die seit zehn Tagen anhalten. Insgesamt sollen bei der Flutkatastrophe mindestens 324 Menschen gestorben sein, 100 von ihnen allein in den vergangenen 36 Stunden, wie die Behörden mitteilten.

Weil Straßen und Bahntrassen überflutet sind, mussten 220.000 Menschen mit mehr als einem Dutzend Hubschraubern und rund 400 Booten evakuiert werden. Sie wurden in mehr als 1.500 staatlich errichteten Notunterkunfts-Camps untergebracht.

"Kerala erlebt die schlimmste Flut seit hundert Jahren", schrieb der Regierungschef des Bundesstaats Pinarayi Vijayan bei Twitter und bat Premierminister Narendra Modi sowie Verteidigungsministerin Nirmala Sitharaman um Hilfe. Beide hätten ihre Unterstützung zugesagt, schrieb Vijayan.

Tausende Häuser wurden ebenso zerstört wie die Ernte auf 32.500 Hektar Land. Der internationale Flughafen in Kochi hat den Flugbetrieb bis Samstag eingestellt, nachdem die Start- und Landebahnen überflutet wurden. Laut Prognosen des indischen Wetterdienstes soll der Regen bis Samstag anhalten.

Neben Kerala sind auch andere Bundesstaaten wie Karnataka und Madhya Pradesh von der Jahrhundertflut betroffen. Seit Beginn der Monsunsaison im Juni sind in Indien schon mehr als 1.000 Menschen in Folge von Überschwemmungen ums Leben gekommen.

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