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Indonesien: Mindestens 15 Menschen bei Vulkanausbruch auf Java gestorben

Baku, 6. Dezember, AZERTAC

Die Gefahr ist nach dem tödlichen Ausbruch des Vulkans Semeru auf der indonesischen Insel Java noch nicht gebannt. Der Leiter des Beobachtungszentrums für den Vulkan rief die Menschen zu Wachsamkeit auf, ”potenzielle Gefahr“ bestehe weiterhin.

Er rief dazu auf, sich von dem Berg fernzuhalten. Zuvor hatte es Berichte gegeben, denen zufolge beunruhigte Einwohner in ihre Häuser zurückgekehrt waren, um nach ihren Besitztümern und ihrem Vieh zu sehen.

Die Zahl der Toten ist inzwischen auf 15 gestiegen. Mindestens 68 weitere Menschen hätten Brandverletzungen erlitten, sagte Wawan Hadi, der Chef des örtlichen Zivilschutzes. 27 Menschen werden laut dem Sprecher des nationalen Katastrophenschutzes noch vermisst. Lokale Fernsehsender zeigten Bilder von Häusern, die fast komplett unter Asche begraben waren. Rund 1500 Betroffene seien vorübergehend in Moscheen und Regierungsgebäuden untergebracht worden, hieß es.

Der fast 3700 Meter hohe Vulkan im Osten von Indonesiens bevölkerungsreichster Insel war am Samstag ausgebrochen und hatte mit einer riesigen Rauchwolke in den umliegenden Dörfern den Tag zur Nacht gemacht. Der Einsatz der Retter wurde nach Behördenangaben durch dicken Schlamm und den Einsturz einer größeren Brücke zwischen zwei Distrikten erschwert. Piloten von Flugzeuge wurden angewiesen, ihre Routen zu ändern und den Vulkan nördlich zu umfliegen.

Der fast 3700 Meter hohe Vulkan ist der höchste Berg auf Java und liegt im Nationalpark Bromo-Tengger-Semeru. Er ist seit Dezember 2020 wieder verstärkt aktiv. Der Inselstaat Indonesien liegt auf dem sogenannten Feuerring im Pazifik und hat knapp 128 aktive Vulkane. In diesem Jahr waren bereits der Merapi auf Java, der Sinabung auf Sumatra und der Lewotolo auf Lembata ausgebrochen.

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