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Indonesien: Vulkanausbruch löst verheerenden Tsunami aus

Baku, 29. Dezember, AZERTAC

Eine Eruption des indonesischen Vulkans Anak Krakatau löste am 22. Dezember einen der Hunderte Menschen tötete und Tausende verletzte. Flanken des Berges, der aus dem Indischen Ozean ragt, waren abgerutscht und hatten die tödlichen Wellen ausgelöst.

Beobachtungen offenbaren jetzt, dass der Vulkan dabei erheblich an Masse verlor. Vor der Eruption ragte er 338 Meter aus dem Meer, jetzt seien es nur noch 110 Meter, berichtet das Indonesische Zentrum für Vulkanologie. Unter Wasser kommen noch rund 700 Meter Höhe hinzu, darunter liegt der Meeresboden.

Rund zwei Drittel seines Volumens oberhalb des Meeresspiegels seien verschwunden: Von ursprünglich 150 bis 180 Millionen Kubikmeter Masse blieben lediglich 40 bis 70 Millionen übrig.

Der Krakatau war in den Monaten zuvor erheblich gewachsen - Ausbrüche hatten seit dem Sommer Dutzende Millionen Kubikmeter Gestein an die Oberfläche geschleudert. Die Vulkaninsel wuchs dabei auch in die Breite.

Der aktuelle Ausbruch des Krakatau hat sich abgeschwächt, dennoch ist die Gefahr weiterer Hangrutschungen nicht gebannt. Tausende Menschen wurden aus Risikozonen an nahe gelegenen Küsten in Sicherheit gebracht.

Der Anak Krakatau ("Kind des Krakatau") ist der Nachfolger des Krakatau, der an gleicher Stelle stand. 1883 war der Krakatau mit der zweitgrößten Eruption der Neuzeit ausgebrochen, nur eine Ruine des Vulkans blieb übrig. Tsunamis, die der Ausbruch übers Meer schickte, töteten mehr als 36.000 Menschen.

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