WELT


Japan und UNHCR verstärken Hilfe für die Ukraine

Tokio, 12. März, AZERTAC

Auch Japan unterstützt die Ukraine mit Hilfsgütern wie Lebensmitteln und Winterkleidung nach Polen und verstärkt laufend Hilfsmaßnahmen, wie das japanische Büro von AZERTAC mitteilte.

Ministerpräsident Fumio Kishida teilte mit, sein Land werde die Ukraine mit humanitärer Hilfe im Volumen von 100 Millionen Dollar (rund 90 Millionen Euro) unterstützen. Finanzielle Hilfe sei zwar wichtig, doch sollte Japan auch an die Bereitstellung von Hilfsgütern wie Medikamenten denken. Auch die Bereitstellung schusssicherer Westen werde in Erwägung gezogen.

Inzwischen verstärkt auch UNHCR (UNO-Hochkommissar für Flüchtlingsfragen) laufend Hilfsmaßnahmen in der Ukraine und in den Nachbarländern, um auf den akuten humanitären Bedarf zu reagieren.

Nach Schätzungen der Vereinten Nationen sind in der Ukraine derzeit mindestens 1,85 Millionen Binnenvertriebene und weitere 12,65 Millionen Menschen direkt von dem Konflikt betroffen. Auch die aktuell eisigen Temperaturen machen den Menschen schwer zu schaffen.

Der Zugang zu den stark umkämpften Gebieten wie Mariupol und Kharkiv ist aufgrund der anhaltenden militärischen Aktivitäten und durch immer mehr Landminen weiterhin stark eingeschränkt. Die humanitäre Notlage verschlimmert sich von Tag zu Tag. Nahrungsmittel, Wasser, Medikamente und medizinische Versorgung, Unterkünfte, grundlegende Haushaltsgegenstände, Decken, Matratzen, Bargeld, Baumaterial, Generatoren und Treibstoff werden dringend benötigt.

Die Vereinten Nationen verhandeln weiterhin, um Zugang und Sicherheit für die Lieferung lebensrettender Hilfe zu gewährleisten. UNHCR ruft erneut zum Schutz der Zivilbevölkerung und der zivilen Infrastruktur, sowie zur Achtung des humanitären Völkerrechts, auf.

Dank gilt den Nachbarstaaten, die ihre Grenzen für Flüchtlinge offen halten.

 

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