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Julian Assange wirft Schwedinnen Überreaktion vor

Baku, den 21. Dezember (AZERTAG). Wikileaks-Gründer Julian Assange wird der Vergewaltigung zweier Frauen verdächtigt. Er sagt, die Schwedinnen hätten überreagiert.

Wikileaks-Gründer Julian Assange hat den beiden Schwedinnen, die mit ihrer Aussage das Verfahren gegen ihn ins Rollen gebracht hatten, Überreaktion vorgeworfen. Die Frauen seien wohl „nervös geworden“, weil sie Angst vor der Übertragung von Geschlechtskrankheiten bekommen hätten, sagte Assange. Sie hätten sich deshalb ratsuchend an die Polizei gewandt, sagte er in einem Interview mit der BBC. Daraufhin habe sich die schwedische Polizei auf den Fall gestürzt.

Assange ist derzeit unter strengen Auflagen in Großbritannien auf freiem Fuß. Die schwedische Staatsanwaltschaft verdächtigt ihn des sexuellen Missbrauchs der beiden Frauen und verlangt seine Auslieferung. Assange muss bis zur Entscheidung über die Auslieferung im Anwesen seines Freundes Vaughan Smith in Südostengland bleiben, eine elektronische Fußfessel tragen und sich täglich bei der örtlichen Polizei melden.

Die Vorwürfe gegen Julian Assange Assange will die Auslieferung nach Schweden verhindern, weil er befürchtet, dort keinen fairen Prozess zu bekommen. Die schwedische Justiz habe in ihrem Auslieferungsantrag gefordert, dass Assange unter Kommunikationsverbot gestellt werde und dass sein schwedischer Anwalt nicht über den Fall sprechen dürfe, sagte der Internet-Aktivist. „Das sind nicht die Verhältnisse, unter denen ein fairer Prozess stattfinden kann."

Der 39 Jahre alte Australier sagt, der Sex mit den beiden Frauen sei einvernehmlich gewesen. Es gebe Hinweise, dass die Frauen nur zur Polizei gegangen waren, um sich Ratschläge zu holen. Sie seien möglicherweise von der Polizei hereingelegt worden. Es gebe auch andere Darstellungen, wonach die Frauen eine Gesetzeslücke ausnutzen wollten. Wer zur Polizei gehe, um sich Ratschläge zu holen, könne nicht wegen falscher Anschuldigung belangt werden.

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