WELT


Kolumbien: Protestwelle gefährdet Copa America

Baku, 16. Mai, AZERTAC

Die seit Ende April rollende Protestwelle gegen Kolumbiens Regierung trifft nun auch den Fußball und wird somit zu einer Gefährdung für die am 11. Juni startende Copa América.

Am Donnerstag stand die in der Küstenstadt Barranquilla ausgetragene Libertadores-Cup-Partie zwischen America de Cali und dem brasilianischen Erstligisten Atletico Mineiro mehrmals vor dem Abbruch, weil immer wieder Tränengas-Schwaden von der Kundgebung vor dem Stadion auf den Rasen hinüberwehten und die Durchführung kurzzeitig unmöglich machten.

Unter dem Motto "Wenn es keinen Frieden gibt, gibt es auch keinen Fußball" organisieren sich die Fans in sozialen Netzwerken, um die Austragung der Partien zu erschweren.

Schon am Mittwoch musste das Libertadores-Cup-Duell zwischen Junior Barranquilla und River Plate Buenos Aires wegen Tränengas-Wolken unterbrochen werden. Vor dem Stadion waren immer wieder Böllerschüsse zu hören.

Steuerreform löst Proteste aus - Der kontinentale Fußballverband CONMEBOL hält aber weiter am Co-Gastgeber der Copa América, die zudem noch in Argentinien ausgetragen wird, fest. Dennoch mussten in der Vorwoche wegen der gewalttätigen Demonstrationen in Kolumbien Spiele an andere Orte verlegt werden.

Dabei bekamen Junior Barranquilla und FC Fluminense (Brasilien) nur 30 Stunden vor Anpfiff vom Verband die Aufforderung, ins 1500 km entfernte Guayaquil zu reisen.

Eine angekündigte Steuerreform hatte vor gut zwei Wochen die Proteste ausgelöst.

In mehreren Metropolen des Landes toben zum Teil heftige Straßenkämpfe zwischen Demonstranten und Polizeikräften. Mehr als 40 Zivilisten sollen dabei schon zu Tode gekommen sein.

© Jede Verwendung von Materialien muss durch den Hyperlink kenntlich gemacht werden
Wenn Sie einen Fehler im Text finden, markieren Sie ihn durch drücken der Tasten ctrl+enter und senden Sie ihn uns

KONTAKT MIT DEM AUTOR

Füllen Sie die erforderlichen Stellen mit Zeichen* aus

Bitte geben Sie die Buchstaben wie oben gezeigt ein.
Egal, ob die Buchstaben groß oder klein sind
Weitere News der Rubrik