GESELLSCHAFT


Kurkuma kann Krebszellen abbauen

Baku, 8. April, AZERTAC

Die ursprünglich aus Indien stammende Pflanze gehört zur Gattung der Ingwergewächse. Kurkuma ist eine wichtige Zutat in Curry-Mischungen. Für die gelbe Farbe ist der Farbstoff Curcumin verantwortlich. Der Wurzelstock wird frisch oder getrocknet und gemahlen als Gewürz sowie als Farbstoff etwa für Senf, Butterzubereitungen oder Wurst verwendet. Kurkuma-Pulver schmeckt leicht würzig und ein bisschen erdig-bitter. Es enthält ätherische Öle, Eiweiße, Zucker und etwa fünf Prozent des wertvollen Inhaltsstoffs Curcumin.

Seit einiger Zeit feiert Kurkuma jedoch einen bemerkenswerten Siegeszug in der Naturheilkunde – vielleicht auch zukünftig bei der Behandlung bestimmter Erkrankungen. Eine Trendzutat auf dem Prüfstand.

Aber kann Kurkuma in dieser Konzentration wirklich wie oft behauptet auch eine Geheimwaffe gegen schwerwiegende Erkrankungen wie Diabetes, Arthrose, Alzheimer oder sogar Krebs sein? Der Inhaltsstoff Curcumin wurde in Hunderten von wissenschaftlichen Untersuchungen getestet – und in vielen davon gab es durchaus Erfolg versprechende Effekte. In Versuchen in der Petrischale mit Krebszellen wirkt Kurkuma wachstumshemmend und löst den frühzeitigen Zelltod aus. In Tierversuchen bessert Curcumin die Hirnleistung und verhindert experimentell erzeugte Alzheimer-Veränderungen im Gehirn. Die Ergebnisse sind jedoch mit Vorsicht zu genießen, da Daten aus Zellkultur- und Tierversuchen selten auf den Menschen übertragbar sind.

Wissenschaftler des Cork Cancer Research Centre in Irland haben entdeckt, dass Kurkuma Krebszellen abbauen kann. Das Team von Sharon McKenna stellte fest, dass Krebszellen innerhalb von 24 Stunden nach Kontakt mit Kurkuma zu sterben begannen. Es stellte sich auch heraus, dass sich die Krebszellen von selbst aufzulösen begannen.

Frühere Studien haben auch gezeigt, dass Kurkuma das Wachstum von Fettzellen reduziert, sodass Sie nicht an Gewicht zunehmen. Andere Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass Kurkuma vor Demenz schützt.

Alle Studien befassen sich mit Labortests. Weitere Untersuchungen sollten zeigen, ob Kurkuma auch beim Menschen die gleichen positiven Wirkungen hat.

Kurkuma ist ein weit verbreitetes Gewürz in der indischen Küche. Die Farbe ist gelb und der Geschmack ist leicht bitter.

Zur Überprüfung der Ergebnisse sind klinische Studien am Menschen notwendig. Zwar zeigt Curcumin auch hier positive Wirkungen, wie antientzündliche, knorpelschützende und cholesterinsenkende Eigenschaften. Aber: Nur wenige Studien sind dabei aussagekräftig. Viele Arbeiten weisen eine zu geringe Teilnehmerzahl auf oder es gab keine Kontrollgruppe, die einen Zufallseffekt hätte ausschließen können. Ein weiteres Problem: In den meisten klinischen Studien wurden sehr viel höhere Tagesdosierungen als empfohlen eingesetzt – bis zu acht Gramm des Pulvers oder ein Gramm des Wirkstoffs Curcumin.

Was aber klar ist: Kurkuma wird seit vielen Jahren eingesetzt, um positive Effekte auf den Magen-Darm-Trakt zu erzielen. Darmträgheit oder ein Völlegefühl nach dem Essen sind laut dem Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der European Medicines Agency langjährige Anwendungsgebiete von Kurkuma-Pulver. Denn das Gewürz regt die Verdauungssäfte an.

 

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