WELT


Mehr als 150 Länder den umstrittenen Uno-Migrationspakt in Marrakesch angenommen

Baku, 11. Dezember, AZERTAC

Am Montag haben mehr als 150 Länder den umstrittenen Uno-Migrationspakt in Marrakesch angenommen - nach heftigen Diskussionen weltweit. Diese dürften auch in den kommenden Wochen anhalten, zumindest in Brasilien. Das Land wird sich unter dem künftigen rechtsgerichteten Präsidenten Jair Bolsonaro aus dem Vertragswerk zurückziehen.

Das kündigte der designierte brasilianische Außenminister Ernesto Araújo via Twitter an. Der Pakt sei ein "ungeeignetes Instrument", um mit dem "Problem" der Migration umzugehen, schrieb Araújo. Grundsätzlich sei Migration zwar "willkommen"; sie dürfe aber nicht ohne Unterscheidung geschehen.

Der Rechtsaußen-Politiker Bolsonaro hatte im Oktober die Präsidentschaftswahl in Brasilien gewonnen. Er tritt das Amt am 1. Januar an. Der Uno-Migrationspakt umfasst eine Reihe von Leitlinien und Maßnahmen, deren Umsetzung rechtlich nicht bindend ist.

Im Kern geht es um eine bessere Zusammenarbeit in der Migrationspolitik weltweit und um Standards im Umgang mit Flüchtlingen. Am 19. Dezember stimmt die Uno-Generalversammlung in New York abschließend über das Dokument ab.

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