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Nordkorea bestätigt Test ballistischer Raketen

Baku, 1. August, AZERTAC

Nordkorea hat sich zu den Meldungen über einen neuerlichen Raketentest des Landes geäußert. Die staatliche Nachrichtenagentur KCNA sprach vom Test eines "neu entwickelten, großkalibrigen" Raketensystems.

Die Geschosse sind laut südkoreanischen Angaben rund 250 Kilometer weit geflogen und ins Ostmeer gestürzt, das auch als Japanisches Meer bekannt ist. Der Raketentest wurde international scharf kritisiert. Mehrere Uno-Resolutionen verbieten Pjöngjang den Test ballistischer Raketen.

Der Uno-Sicherheitsrat will sich am heutigen Donnerstag auf Antrag Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens mit dem Raketentest befassen, wie Diplomaten in New York sagten. Das Thema wurde auf die Agenda einer Sitzung gesetzt, die hinter verschlossenen Türen stattfinden wird. Berlin, Paris und London kritisieren eine "Verletzung" von Uno-Resolutionen durch Pjöngjang.

Der Test erfolgte weniger als eine Woche nachdem Nordkorea zwei Kurzstreckenraketen abgefeuert hatte. Pjöngjang hatte vergangene Woche von einer "Warnung" an Südkorea angesichts der geplanten gemeinsamen Militärmanöver von Seoul mit den USA gesprochen.

Die Streitkräfte Südkoreas und der Vereinigten Staaten wollen im August gemeinsame Übungen abhalten. Die jährlichen Militärmanöver der beiden Verbündeten sorgen in Nordkorea regelmäßig für wütende Reaktionen. Ein Vertreter des US-Verteidigungsministeriums bekräftigte, die Manöver würden wie vorgesehen abgehalten. Es gebe keine Anpassung oder Änderung der Pläne.

Derweil überquerte ein Nordkoreaner die stark gesicherte Grenze zum Süden. Der Mann habe die Demarkationslinie in der entmilitarisierten Zone zwischen beiden Staaten überschritten und sei von südkoreanischen Soldaten aufgegriffen worden, erklärte der Generalstab in Seoul.

Angaben zur Identität des Mannes und den Gründen seines Grenzübertritts wurden zunächst nicht gemacht. Südkoreanischen Regierungsangaben zufolge sind mehr als 30.000 Nordkoreaner seit der Trennung beider Staaten vor mehr als 65 Jahren in den Süden geflohen.

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