POLITIK


OstContact: Aserbaidschan ist führend unter den Ländern mit mittlerem Einkommen“

Berlin, 8. Mai, AZERTAC

In der aktuellen Ausgabe des Magazins OstContact ist ein Artikel von Urs Unkauf unter dem Titel ”Aserbaidschan: Perspektiven und Herausforderungen“ veröffentlicht worden, wie das deutsche Büro von AZERTAC mitteilte.

Im Artikel geht es um gravierende Veränderungen in der Welt nach dem russisch-ukrainischen Krieg. Viele deutsche und europäische Unternehmen verlassen Russland im Rekordtempo, heißt es. Vor dem Hintergrund der Veränderungen und Rahmenbedingungen versuchen mittelständische Unternehmen und Industrieunternehmen, die eine führende Rolle in der deutschen Außenwirtschaft einnehmen, strategische Alternativen aufzuzeigen. Unternehmen, die ihre Aktivitäten in der GUS nicht komplett einstellen wollen, suchen nach stabilen Perspektiven. Ein genauerer Blick auf das Potenzial der kaspischen Region zeigt, dass es langfristig große Chancen gibt.

Aserbaidschan steht laut Weltbank seit vielen Jahren an der Spitze der Länder mit mittlerem Einkommen. Einer der Hauptgründe dafür ist die effiziente Erschließung ergiebiger Öl- und Gasfelder, die erfolgreiche Zusammenarbeit mit internationalen Partnern bei der Exploration, Produktion, Veredelung und dem Transport dieser Energieträger. Es wird gesagt, dass der ehemalige Präsident von Aserbaidschan Heydar Aliyev 1994 den Grundstein für langfristige wirtschaftliche Stabilität und Fortschritt in seinem Land legte, indem er den "Vertrag des Jahrhunderts" mit 13 führenden Energieunternehmen aus 8 Ländern unterzeichnete. Derzeit wird Erdgas aus dem Feld Shah Deniz 2 im Kaspischen Meer über Georgien und die Türkei über den Southern Gas Corridor nach Griechenland und Albanien und von dort nach Italien transportiert. Die Europäische Kommission unterstützt das Projekt seit langem als Teil der Energiediversifizierung des Kontinents.

Der Autor des Artikels Urs Unkauf weist darauf hin, dass vor dem Hintergrund der Ereignisse in der Ukraine die Aussichten für eine Zusammenarbeit im Energiebereich in der euro-kaspischen Region gestiegen sind. Es wird darauf hingewiesen, dass Aserbaidschan und andere Anrainerstaaten des Kaspischen Meeres über ausreichende Möglichkeiten zum Export von Erdgas verfügen. Diese Ressourcen können bei der Energiewende genutzt werden. Darüber hinaus hat das offizielle Baku die Nutzung erneuerbarer Energiequellen als eine der Hauptprioritäten seiner Energiepolitik angekündigt. Langfristig sollen so Karabach und andere umliegende Regionen mit Wind- und Sonnenenergie versorgt werden. Für die Zusammenarbeit in diesem Bereich werden internationale Partner gesucht. Führende deutsche Unternehmen können diese Chancen in Betracht ziehen. Aserbaidschan unternimmt auch ernsthafte Anstrengungen zur Entwicklung des Nichtölsektors. Es wird darauf hingewiesen, dass sich Aserbaidschan als Insel der Stabilität in der Region etabliert hat. Die Friedensgespräche mit dem benachbarten Armenien sowie die jüngsten Kontakte zwischen Ankara und Eriwan sind ermutigend.

Der Autor schreibt weiter, dass die Entwicklung der strategischen Zusammenarbeit zwischen Europa und Aserbaidschan neue wirtschafts- und sicherheitspolitische Möglichkeiten eröffnen kann. Zu diesen Möglichkeiten gehören die Beschleunigung der Zusammenarbeit im Energiesektor oder der alternativen Energieerzeugung sowie die Zusammenarbeit in Bereichen wie Logistik, Landwirtschaft und Tourismus. Durch die Unterstützung der Diversifizierung und Transformation der Wirtschaft Aserbaidschans kann Europa nicht nur einen neuen Wirtschaftspartner gewinnen, sondern auch zur Stabilität in einer wichtigen Region in seiner unmittelbaren Nachbarschaft beitragen.

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