WELT


Philippinischer Präsident Duterte ruft zu äußerster Härte gegen mutmaßliche Drogenkriminelle auf

Baku, 16. August, AZERTAC

In ihrem blutigen Kampf gegen die Drogenszene hat die philippinische Polizei innerhalb von 24 Stunden 32 Menschen getötet. Das ist die höchste Zahl an Todesopfern an nur einem Tag seit Amtsantritt von Präsident Rodrigo Duterte vor gut einem Jahr.

Duterte hatte in den vergangenen zwölf Monaten ein hartes Vorgehen gegen Drogenkriminelle gefordert. Bei Polizeirazzien und Anschlägen von Todesschwadronen starben Schätzungen von Menschenrechtlern zufolge insgesamt bereits mehr als 7000 Menschen - darunter vermeintliche Drogenabhängige, Dealer, aber auch Unbeteiligte und Kinder.

Bei den insgesamt 66 Einsätzen in der Nacht zu Dienstag hätten die Sicherheitskräfte in verschiedenen Teilen der Provinz Bulacan im Norden des Landes 107 Menschen festgenommen, sagte Romeo M. Caramat Jr. von der philippinischen Polizei. Bei der Operation mit Dutzenden Toten seien zudem rund 200 Gramm Methamphetamin, 786 Gramm Marihuana, verschiedene Schusswaffen, Granaten und Munition sichergestellt worden.

Laut "Guardian" war den Razzien erst Ende Juli ein blutiger Einsatz der Sicherheitskräfte vorausgegangen. Damals habe die Polizei 16 Menschen getötet - darunter auch einen Bürgermeister.

Menschenrechtsaktivisten fordern eine unabhängige Untersuchung zu Dutertes Rolle für den Ausbruch der Gewalt. Duterte hatte sich damit gebrüstet, vor seiner Zeit als Präsident selbst Kriminelle getötet zu haben. US-Präsident Donald Trump lobte Duterte für seinen Anti-Drogen-Krieg.

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