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Präsident Ilham Aliyev und Präsident Alexander Lukaschenko treten mit Erklärungen für Presse auf VIDEO

Baku, 14. April, AZERTAC

Im Anschluss an die Unterzeichnung einer Reihe von

Kooperationsverträgen in Tourismus, Energie und Ölbranche

sind Präsidenten von Aserbaidschan und Belarus Ilham Aliyev und Alexander Lukaschenko mit Erklärungen für die Presse aufgetreten, wie AZERTAC mitteilte.

Präsident Ilham Aliyev erklärte, dass bei den gestrigen Gesprächen alle Themen der bilateralen und regionalen Agenda erörtert wurden. Präsident Aliyev sagte: “Ich informierte Alexander Grigorjewitsch über die aktuelle Lage nach der Beilegung des Berg-Karabach-Konfliktes. Es besteht ein umfassendes gegenseitiges Verständnis für alle erörterten Themen.

Die Verhandlungen wurden auch heute fortgesetzt. Danach wurden die Gespräche im erweiterten Kreis mit Teilnahme von Außenministern fortgesetzt. Unsere Beziehungen haben sich bereits bewährt. Diese Beziehungen haben eine sehr gute Geschichte. Es gibt keine unlösbaren Fragen.

Heute haben die Ko-Vorsitzenden der zwischenstaatlichen Kommissionen und Delegationsmitglieder über die geleisteten Arbeiten berichtet. Die Minister und Delegationsitglieder haben sich gestern getroffen. Bei den Gesprächen wurden die Fragen der weiteren Stärkung unserer Beziehungen erörtert. Wir taauschten uns auch über spezifische Bereiche der künftigen Zusammenarbeit im Rahmen der Diversifizierung und Steigerung des Handelsumsatzes aus. Im vergangenen Jahr stieg der Handelsumsatz deutlich an, was jedoch hauptsächlich auf die Lieferung von Rohöl nach Weißrussland zurückzuführen war.

Wir haben die Fragen im Zusammenhang mit der künftigen Beteiligung belarussischer Unternehmen an der Wiederherstellung der befreiten Gebiete in Karabach in einer Reihe von Bereichen - sowohl Stadtentwicklung, als auch Schaffung von Infrastruktur und landwirtschaftliche Entwicklung - ausführlich erörtert. Ich informierte Alexander Grigorjewitsch darüber, dass Karabach zur "grünen Energiezone erklärt wurde. Das erste "Smart Village" -Projekt sei für die praktische Umsetzung bereit. Angesichts der Erfahrungen von Belarus in diesem Bereich wäre es natürlich sehr interessant, in diesem Bereich zu arbeiten. Nur Unternehmen aus den befreundeten Ländern werden sich am Wiederaufbau der befreiten Gebiete beteiligen. Belarus ist ein von diesen Ländern für Aserbaidschan. Die Unternehmen aus drei befreundeten Ländern arbeiten bereits an Wiederaufbauprojekten in Karabach. Wir hoffen, dass das vierte Land Belarus sein wird. Wir haben bereits die Besuche von Mitgliedern der aserbaidschanischen Regierung in Belarus vereinbart, um die Konsultationen in diesem Bereich fortzusetzen.

Die industrielle Zusammenarbeit ist ein großes Segment unserer Beziehungen. Die Ko-Vorsitzenden der zwischenstaatlichen Kommission berichteten uns über die erfolgreiche Umsetzung der Projekte. Wir haben auch die Beteiligung belarussischer Unternehmen an der Schaffung alternativer Energiequellen erörtert. Kurz gesagt, es gibt viele Bereiche, in denen wir enger zusammenarbeiten können. Ich habe belarussischen Gästen heute und gestern gesagt, dass das von der armenischen Besatzung befreite Gebiet viermal größer ist als Luxemburg. Sie können sich den Umfang der Arbeiten vorstellen. In jenen Gebieten wurde alles zerstört.

Ich habe Alexander Grigorjewitsch eine Kopie unserer ersten Veröffentlichung vorgelegt. Die Veröffentlichung enthält Fotos der von uns befreiten Städte vor der Besetzung sowie Fotos von Vandalismus und Barbarei, die von den armenischen Besatzern in diesen Ländern begangen wurden.

Ich denke, dass die Situation im Zusammenhang mit der Entwicklung nach dem Konflikt als positiv angesehen werden kann. Ich informierte Alexander Grigorjewitsch über unsere Ansätze zur Entwicklung der Lage in der Post-Konflikt-Phase. Wir glauben, und die Realität ist, dass der Berg-Karabach-Konflikt gelöst wurde. Aserbaidschan hat vier Resolutionen des UN-Sicherheitsrates umgesetzt. Diese Resolutionen standen seit 27 Jahren auf dem Papier. Leider wurde der Mechanismus für deren Umsetzung nicht eingeführt.

Die Aufforderungen der Ko-Vorsitzenden der Minsker Gruppe an die armenische Seite, die Besatzung zu beenden, wurden nicht erfüllt. Wir haben die Gerechtigkeit wiederhergestellt, einschließlich der historischen Gerechtigkeit und des Völkerrechts, und die Resolutionen des UN-Sicherheitsrates wurden umgesetzt.

Die Minsker Gruppe existiert, aber der Konflikt wurde beigelegt. Wir wissen immer noch nicht, womit die Minsker Gruppe sich befaßen wird. Wir erwarten von ihr kreative Ideen. Unser Außenminister hat mir heute berichtet, dass die Minsker Gruppe nach meinem gestrigen Kommentar zu den Aktivitäten jener Gruppe eine Erklärung abgegeben hat. Natürlich werde ich diese Aussage kennenlernen.

Belarus ist unser Freund, unser bewährter Partner. Wir hegen sehr große Hoffnungen darauf, dass sich Belarus nicht nur aktiv an der Wiederherstellung der befreiten Gebiete beteiligen, sondern auch als Partner Armeniens, Mitglied der Eurasischen Wirtschaftsunion und der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit, sowie als enger Freund von Aserbaidschan eine wichtige Rolle bei der Regelung der Beziehungen zwischen Armenien und Aserbaidschan spielen kann”.

Belarus und Aserbaidschan haben vereinbart, in eine neue Phase der wirtschaftlichen Zusammenarbeit einzutreten, erklärte Präsident von Belarus Alexander Lukaschenko.

Bei den Gesprächen am 13. und 14. April haben die Staatschefs eine gründliche Revision zwischenstaatlicher Beziehungen vorgenommen. Es wurde festgestellt, dass die beiden Partnerstaaten strategische Beziehungen unterhalten und diese von keinerlei Problemen überschattet sind. Es gibt keine Meinungsverschiedenheiten in Bezug auf die internationale Tagesordnung.

”Unsere Positionen in Bezug auf die Weltlage fallen zusammen. Wir wissen, was wir in der Krise und in der Pandemie zu tun haben“, sagte Lukaschenko. Die Beziehungen zwischen den Staaten erleben in der letzten zeit einen Aufschwung.

Im Mittelpunkt der Gespräche standen Themen wie Handel und wirtschaftliche Zusammenarbeit sowie der Übergang zu einer neuen Phase der Kooperation. Es ging um Technologietransfer und Existenzgründung in Aserbaidschan, um neue Industrien und Arbeitsplätze. ”Wir sind bereit, unseren Partnern den Rücken zu stärken und dabei verantwortungsvoll zu handeln“, fügte Präsident Lukaschenko hinzu.

Belarus sieht großes Kooperationspotenzial in den Bereichen Industrie, Landwirtschaft, Holzverarbeitung, IT, Gesundheitswesen, Tourismus und Bildung. Es gibt gute Aussichten für die Zusammenarbeit in den Bereichen Wissenschaft, Technologie und Militärindustrie.

Die Gesprächspartner haben analysiert, wie sich die Situation rund um die Pandemie entwickelt. Alexander Lukaschenko sagte, dass in Belarus bald eine Massenimpfung startet. Geimpft wird mit dem russischen Impfstoff. Belarus wird seinen eigenen Impfstoff herstellen und den Rest exportieren, auch nach Aserbaidschan.

Alexander Lukaschenko lud Ilham Aliyev zu einem Besuch in Belarus ein und fügte hinzu, dass das Besuchsprogramm zum Teil zusammengestellt wurde. ”Wir sind immer zuverlässige Freunde Aserbaidschans und werden es auch bleiben“, resümierte der belarussische Staatschef.

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