WIRTSCHAFT


Schahin Mustafayev: Treffen der Präsidenten von Aserbaidschan und Russland tragen zur Entwicklung von Wirtschaftsbeziehungen bei

Baku, 7. Oktober, AZERTAC

Die regelmäßigen Treffen der Präsidenten von Aserbaidschan und Russland tragen zur Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern bei.

Die aserbaidschanisch-russischen Beziehungen beruhen auf guter Freundschaft, guter Nachbarschaft, verlässlicher Partnerschaft und gegenseitigem Respekt. Dank gemeinsamen Anstrengungen und dem politischen Willen der Präsidenten von Aserbaidschan und Russland entwickeln sich die Beziehungen zwischen unseren Ländern in Form einer strategischen Partnerschaft erfolgreich. Der strategische Charakter der politischen Beziehungen und die Freundschaftsbeziehungen zwischen den Präsidenten Aserbaidschans und Russlands schaffen günstige Voraussetzungen für die Entwicklung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit.

AZERTAC zufolge sagte dies der Wirtschaftsminister, Ko-Vorsitzende der zwischenstaatlichen Kommission für wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen der Republik Aserbaidschan und der Russischen Föderation, Schahin Mustafayev, als er die Fragen von der AZERTAC über wirtschaftliche Aspekte des Besuchs von Präsident Ilham Aliyev in Russland beantwortete.

Aserbaidschan ist ein verlässlicher und wichtiger Partner Russlands in der Region und arbeitet mit diesem Land im politischen, wirtschaftlichen, humanitären, militärischen und militärisch-technischen Bereich eng zusammen. Im vergangenen Jahr stieg der aserbaidschanisch-russische Handelsumsatz um 20%. Von Januar bis August dieses Jahres zeichnete er ein Wachstum von 24%, fügte der Wirtschaftsminister hinzu.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist, dass in den beiden Ländern Geschäftsforen-und Treffen abgehalten werden. Darüber hinaus werden die Exportmissionen nach Russland organisiert, aserbaidschanische Produkte werden auf internationalen Ausstellungen in diesem Land präsentiert, fügte Minister Mustafayev hinzu. 33 aserbaidschanische Unternehmen nahmen an der Messe “WorldFood 2019” in Moskau. Aserbaidschan nahm bereits zum dritten Mal als Partnerland an der WorldFood 2019 teil und stellte seine Produkte an seinem eigenen 415 Quadratmetern großen Stand “Made Azerbaijan“ aus. Hier wurden den Messebesuchern Produkte der aserbaidschanischen Lebensmitteindustrie sowie verschiedene Weinsorten und andere Spirituosen zur Schau gestellt.

Es sei erwähnt, dass aserbaidschanische Produkte jetzt in großen russischen Einzelhandelsgeschäften verkauft und einem breiteren Verbraucherkreis angeboten werden, sagte er.

Der Wirtschaftsminister sprach im Interview zugleich die Arbeiten an, die in Richtung der Ausweitung der Außenhandelsbeziehungen durchgeführt werden. Er machte darauf aufmerksam, dass dank getanen Arbeiten die Nichtölexporte in den ersten acht Monaten dieses Jahres um 15 Prozent gestiegen seien. Diese Zahl wird im nächsten Jahr voraussichtlich 20% erreichen und bis 2023 3 Mrd. US-Dollar übersteigen, sagte der Minister.

Was die Zusammenarbeit Aserbaidschans mit Russland im Handelsbereich anbelangt, sagte er, dass Russland im Außenhandel eine wichtige Rolle spielt, so belief sich das Handelsvolumen zwischen unseren Ländern im vergangenen Jahr auf 2,5 Mrd. US-Dollar, sagte Minister Mustafayev.

Der politische Wille der Staatsoberhäupter und das günstige Geschäftsumfeld in unseren Ländern bieten gute Gelegenheit für gegenseitige Investitionen. In Aserbaidschan sind rund 700 Gesellschaften mit russischem Kapital tätig. Russland hat 4,6 Mrd. US-Dollar in die aserbaidschanische Wirtschaft investiert und Aserbaidschan investierte 1,2 Mrd. US-Dollar in die russische Wirtschaft. Aserbaidschanische Investoren führen die Projekte in verschiedenen Regionen Russlands durch, unter anderem in den Bereichen Finanz- und Bankwesen, Immobilien, Lebensmittelindustrie, Baustoffindustrie und in anderen Sektoren durch.

Die russischen Banken haben in Aserbaidschan rund 1 Milliarde US-Dollar in die Industrieprojekte investiert. Das aserbaidschanische Öl wird neben durch andere Pipelines auch durch die Pipeline Baku-Noworossijsk auf den Weltmarkt exportiert. Gleichzeitig arbeiten die beiden Länder im Energiebereich zusammen und es findet ein Stromaustausch statt. So wurden 2018 mehr als 121 Millionen kWh Strom aus Aserbaidschan nach Russland exportiert und mehr als 76 Millionen kWh Strom aus Russland importiert.

Während des Besuchs des Präsidenten von Aserbaidschan in Russland wurde die Bedeutung der internationalen Verkehrskorridore Nord-Süd, Nord-West sowie des Transit- und Frachtverkehrs hervorgehoben. Im vergangenen Jahr stieg diese Zahl auf dem Nord-Süd-Verkehrskorridor um das Achtfache und im ersten Halbjahr um 63 Prozent. Der Transport durch den Nordwestkorridor stieg in den sechs Monaten 2019 um mehr als 70 Prozent, sagte er.

Die aserbaidschanisch-russische Kooperation im Agrarsektor spielt auch eine wichtige Rolle in den Wirtschaftsbeziehungen. Russland ist einer der wichtigsten Importeure der aserbaidschanischen Agrar- und Verarbeitungsprodukte. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 560.000 Tonnen landwirtschaftliche Erzeugnisse in dies Nachbarland exportiert. Darüber hinaus exportierten russische Unternehmen Landmaschinen nach Aserbaidschan. In den letzten Jahren wurden rund 900 landwirtschaftliche Geräte und über 650.000 Tonnen Mineraldünger aus Russland nach Aserbaidschan exportiert, sagte der Wirtschaftsminister.

Übrigens wird erwartet, dass Aserbaidschan und Russland in der ordentlichen Sitzung der Regierungskommission, die Ende dieses Jahres stattfinden soll, ein Kooperationsprogramm für den Agrarindustriekomplex für 2020-2022 unterzeichnen werden.

Ein weiterer Bereich der Zusammenarbeit ist der Tourismus. In den letzten Jahren haben sich unsere Beziehungen in diesem Bereich deutlich ausgeweitet. Im vergangenen Jahr reisten 880.000 Touristen aus Russland nach Aserbaidschan. Auch in diesem Jahr setzt sich das Wachstum fort. So stieg die Zahl der nach Aserbaidschan kommenden russischen Touristen im ersten Halbjahr 2019 um 2,5%.

Ich möchte auch erwähnen, dass mehr als 100 Direktflüge von Aserbaidschan in verschiedene russische Städte pro Woche durchgeführt werden.

Was die aserbaidschanisch-russische Zusammenarbeit im Bildungsbereich betrifft, erinnerte Minister Musatafayev daran, dass in Aserbaidschan die Bakuer Filialen der Moskauer Staatlichen Universität namens M.W. Lomonosov und der Ersten Moskauer Staatlichen Medizinischen Universität namens I.M. Sechenov (MSMU) tätig sind.

Mehr als 1100 Studenten werden in diesen Bildungsstätten ausgebildet. Gleichzeitig studieren 25. 000 Studenten in russischen Abteilungen an den 14 staatlichen Universitäten in Aserbaidschan. 130.000 Schüle lernen in 338 Schulen in unserem Land in der russischen Sprache. Übrigens lernen in Russland mehr als 12.000 Schüler die aserbaidschanische Sprache und Literatur in den 88 Schulen. Mehr als 11.000 aserbaidschanische Studenten studieren an den russischen Universitäten, betonte der Minister.

Minister Mustafayev erinnerte auch daran, dass das 10. interregionale aserbaidschanisch-russische Forum im Dezember in Moskau stattfinden wird.

“Die interregionalen Beziehungen spielen auch eine wichtige Rolle in der aserbaidschanisch-russischen Zusammenarbeit. Das sollte betont werden, dass Aserbaidschan heute die wirtschaftlichen Beziehungen zu mehr als 80 föderalen Subjekten in Russland unterhält. Mit 20 von diesen Subjekten wurden die Abkommen über die Zusammenarbeit im Bereich Wirtschaft, Handelspolitik, Wissenschaft, Technik und Kultur unterzeichnet. Das traditionelle interregionale aserbaidschanisch-russische Forum ist eine wichtige Plattform für die Ausweitung der Zusammenarbeit mit der Russischen Föderation“, fügte der Minister hinzu.

Abschließend möchte ich betonen, dass die jüngste Visite des aserbaidschanischen Präsidenten in Russland und im Rahmen dieses Besuchs geführte Diskussionen zum weiteren Ausbau der strategische Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern beitragen, die Beziehungen in allen Bereichen ausweiten werden.

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