GESELLSCHAFT


Schottische Forscher: Geringes Übergewicht erhöht Risiko Herz-Kreislauferkrankungen

Baku, 16. März, AZERTAC

Immer mehr Kinder auf der Welt sind fettleibig, die Zahl der Betroffenen hat sich seit 1975 mehr als verzehnfacht. Grund ist vor allem ein falscher Lebenswandel.

Schon geringes Übergewicht erhöht einer großen Studie zufolge das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen. Die schottische Untersuchung zeigt eindeutig, dass übermäßige Pfunde eher zu Herzinfarkt, Herzschwäche und Schlaganfall führen. Das widerspreche dem sogenannten Adipositas-Paradoxon, betonen die Forscher im “European Heart Journal“. Dieses besagt, dass Übergewicht und sogar Fettleibigkeit unter Umständen vorteilhaft sein können. “Je weniger Fett, insbesondere um den Bauch, desto geringer das Risiko für spätere Herzerkrankungen“, sagt Erstautorin Stamatina Iliodromiti von der Universität Glasgow. Auch ein deutscher Kardiologe ist der Ansicht, dass die Studie mit dem Adipositas-Paradoxon aufräumen werde.

Das Team um Iliodromiti schloss fast 300 000 Menschen in die Analyse ein, die zu Beginn der Studie - zwischen 2006 und 2010 - 40 bis 69 Jahre alt und gesund waren. Bis Sommer 2015 verfolgten die Forscher dann das Schicksal der Teilnehmer. Bei der Auswertung der Daten berücksichtigten sie andere Einflussfaktoren wie Rauchen oder Bluthochdruck.

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