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Shamkir, Runde 5: Magnus Carlsen und Shakhriyar Mamedyarov trennten sich Remis

Baku, 4. April, AZERTAC

Drei Siege gab es Runde 5 des Vugar Gashimov Memorials in Shamkir. Vishy Anand gewann mit Hilfe seiner starken Zentrumsbauern gegen Anish Giri, David Navara profitierte von einer taktischen Ungenauigkeit Ding Lirens und Alexander Grischuk zeigte gegen Veselin Topalov, wie stark das Läuferpaar sein kann. Magnus Carlsen und Shakhriyar Mamedyarov trennten sich Remis, genau wie Teimour Radjabov und Sergey Karjakin. Mit 3,5 aus 5 bleibt Carlsen damit alleiniger Spitzenreiter.

Ein schöner Sieg gelang Vishy Anand gegen Anish Giri. In einem Abspiel der Berliner Verteidigung kam Weiß nach dem Tausch des weißfeldrigen Läufers gegen den Springer auf c6 zu einer Bauernmehrheit am Königsflügel, die er nutzte, um seine Figuren auf gute Felder zu stellen. Nach einer Ungenauigkeit Giris verschaffte sich Anand einen starken Freibauern auf der e-Linie, und als Giri seine Königsstellung schwächte, um nicht von den weißen Bauern erdrückt zu werden, beendete Anand die Partie mit einem Angriff auf den schwarzen König.

Unspektakulär verlief die Partie zwischen Magnus Carlsen und Shakhriyar Mamedyarov. Carlsen versuchte zwar, Mamedyarov unter Druck zu setzen, aber richtiges Spiel konnte er gegen die solide Stellung des Schwarzen nicht entfalten. Nach 37 Zügen stand ein ausgeglichenes Damenendspiel auf dem Brett und die Partie endete Unentschieden.

Wie der norwegische Schachjournalist Tarjei Svensen gezählt hat, ist Carlsen nach diesem Remis in 46 Partien mit klassischer Bedenkzeit in Folge ungeschlagen. In der Live-Weltrangliste liegt Carlsen jetzt mit 2849 Punkten 33 Punkte vor Fabiano Caruana klar an der Spitze.

Zu seinem ersten Sieg im Turnier kam David Navara. Nach einer kleinen taktischen Ungenauigkeit Ding Lirens im Meraner System kam Navara zu einem besseren Endspiel, das er präzise zum Gewinn führte.

Einen munteren Schlagabtausch lieferten sich Teimour Radjabov und Sergey Karjakin. Radjabov gab im 22. Zug einen Bauern, für den er aktives Spiel und taktische Drohungen bekam. Doch Karjakin umschiffte alle Fallen, doch seinen Bauern halten konnte er nicht. Nach 40 Zügen war der materielle Gleichstand wiederhergestellt, einen Zug später endete die Partie mit Remis.

Für den dritten Sieg des Tages sorgte Alexander Grischuk. Er demonstrierte gegen Veselin Topalov, wie stark das Läuferpaar sein kann.

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