WELT


Situation im Jemen verschlimmert sich weiter

Baku, 24. Oktober, AZERTAC

Bombenhagel, Elend, Hunger: Die Situation im Jemen verschlimmert sich weiter. Rund die Hälfte der Menschen in dem Land leiden laut den Vereinten Nationen an Hunger, bald könnten 14 Millionen Menschen von der Not betroffen sein. Im September sprach die Uno bereits von fünf Millionen Kindern im Jemen, die unter Hunger litten.

Die Lage sei "schockierend", sagte der Uno-Nothilfekoordinator Mark Lowcock vor dem Uno-Sicherheitsrat in New York. Die unmittelbar bevorstehende Hungersnot könne "größer sein als alles, was die Experten auf diesem Gebiet in ihrem Arbeitsleben bislang erlebt haben". Lowcock rief zu einer humanitären Feuerpause und mehr Geld für Hilfslieferungen auf. Ihm zufolge koordinieren die Vereinten Nationen derzeit Hilfe für acht Millionen Menschen.

Zehntausende Opfer - Seit mehr als drei Jahren herrscht im Jemen ein Bürgerkrieg, dem laut Uno-Angaben bereits mehr als 28.000 Menschen zum Opfer fielen, darunter etwa 10.000 Zivilisten und viele Kinder. Im August starben mindestens 20 Kinder durch Raketenbeschuss, kurz zuvor waren im Nordjemen Dutzende Kinder bei einem Luftangriff auf einen Schulbus getötet worden. Die Vereinten Nationen sprechen von der schlimmsten humanitären Katastrophe der Welt.

Seit 2014 stehen sich die von einer saudi-arabischen Militärallianz gestützte, international anerkannte Regierung und proiranische Huthi-Milizen gegenüber. Diese kontrollieren den Norden des Landes und die Hauptstadt Sanaa. Dass die beiden Regionalmächte mitmischen, heizt den Konflikt weiter an.

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